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17. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FAR FROM HORIZON / CULT OF GAIA - Split EP
Band FAR FROM HORIZON / CULT OF GAIA
Albumtitel Split EP
Label/Vertrieb Eigenproduktion
Homepage www.myspace.com/farfromhorizon
Alternative URL www.myspace.com/cultofgaia
Verffentlichung 30.01.2009
Laufzeit 44:06 Minuten
Autor Christoph Fllenbach
Bewertung 9 von 15 Punkten
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FAR FROM HORIZON und CULT OF GAIA verffentlichen mit dieser EP ihre Songs zum ersten mal fr den breiteren Markt. Erstere erffnen die Scheibe und erweisen sich innerhalb von Sekunden als Deathcore-Breakdown-Machine. Derbe tief gestimmte Gitarren krachen einem nur so um die Ohren, immer wieder zerstckelt von getappten hohen Tnen und einem omniprsenten Gebrll. Gebrll sollte man nicht falsch verstehen, der junge Mann wei was er da tut. Zwischen tiefen Growls kommen immer wieder eklig, im guten Sinne!, hohe Tne aus dem Burschen raus, die die Fungel in Richtung Decke fliegen lassen. Blastbeat jagt Frickelpart jagt Blastbeats, Pausen sind vollstndig gestrichen. Als Vergleich bietet sich WAR FROM A HARLOTS MOUTH an, auch wenn diese Herren hier vielleicht noch einen Ticken moderner rber kommen! Der Sound ist fr eine Eigenproduktion berragend und lsst die Ohren nur so schlackern. Zwei Nachteile gibt es jedoch zu nennen: Zum einen gehrt derjenige, der fr den Halleffekt auf den Gangshouts verantwortlich ist geohrfeigt, zum anderen lsst sich natrlich ber die Art der prsentierten Musik streiten. Jemand der auf der Suche nach sich festsetzenden Melodien ist, wird sich beim Hren dieses Abrisskommandos an den Kopf greifen, der geneigte Fan dagegen wird feiern und sich ber jeden Downtempopart freuen. Aber so ist, Musik ist nunmal Geschmackssache. Unbedingt reinhren sollte man in "Lets talk about feelings, shall we?", geiles Ding! Ein guter Anfang ist gemacht, bleibt nur zu hoffen, dass bei hoffentlich erscheinender LP fr gengend Abwechslung gesorgt wird, woran es bei solchen Rumpelbands ja fters mal fehlt. 10/15
Den zweiten Part bernehmen CULT OF GAIA, die sich musikalisch, wie auch textlich und sprachlich deutlich abgrenzen. Der musikalische Anteil wird runder, zusammenhngender. Die Zahl der Breakdowns wird runter geschraubt und die Gitarren auf ein normales Level gestimmt. Dank ordentlicher Melodien bleiben die Stcke schneller hngen, als es bei FAR FROM HORIZON der Fall war. Die Mischung aus gekonnt arrangierten Melodien, schnellen Parts die ordentlich Dampf machen und kurzen Phasen die stellenweise an klassischen Metal erinnern hat sich gewaschen und macht Spa. Der Gesang von Moritz kommt in normalen Hhen sehr gut rber und kann durch Aggressivitt und Wucht punkten. Bei tieferen Abschnitten sollte dagegen noch etwas an der Technik gefeilt werden, so hren diese sich hufig noch etwas schwach an. Trotz gnzlichem Verzicht auf klaren Gesang lassen sich die deutschen Texte sehr gut verstehen und wollen, auch wenn sie thematisch hufig eher zu schwarzmetallerischen Kapellen passen wrden, gefallen. Den wuchtigen Sound von FAR FROM HORIZON hat man glcklicherweise nicht bernommen, stattdessen sind mehr Hhen zu hren, was auch deutlich besser passt. So ergibt sich ein abwechslungsreiches Gesamtbild, welches sich seine 9 Punkte verdient hat.
   
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