Navigation
                
28. Mai 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

VREID - Milorg
Band VREID
Albumtitel Milorg
Label/Vertrieb Indie Recordings/Soulfood
Homepage www.vreid.no
Alternative URL www.myspace.com/thepitchblackbrigade
Verffentlichung 23.01.2009
Laufzeit 41:11 Minuten
Autor Andre Kreuz
Bewertung 9 von 15 Punkten
>> Als E-Mail versenden
"'Milorg' wird garantiert ein Meilenstein, was norwegischen Metal dieses Jahrzehnts angeht." Manchmal sind die Beipackzettel der Promos wirklich fr nicht viel mehr als Rektal-Hygiene zu gebrauchen, denn eins vorweg: einen Meilenstein haben die Norweger VREID auch mit ihrem vierten Album nicht verbrochen. Immerhin erfahren wir von dem Wisch, dass "Milorg", der Titel-gebende Song auf dem Album, vom Namen einer norwegischen Widerstandsgruppe (MILitary ORGanization) im zweiten Weltkrieg stammt.
Los geht es beim Opener "Alarm" mit schwermtigen Streichern, die bald passenderweise von einer Sirene abgelst werden, welche unsere Aufmerksamkeit auf das dann einsetzende (Black) Metal-Gewitter lenkt. "Black" in Klammern, weil sich VREID nie so 100% Wohl in diesem doch begrenzten Genre gefhlt haben und sich bei Bedarf immer wieder bei benachbarten Sparten bedient haben. So geht besagter erster Track schn eingngig im Refrain/Strophe-Prinzip weiter und gefllt vor allem durch die bekannten, schnen Melodiebgen, in denen das Erbe WINDIRs durchblitzt. In "Speak Goddamnitt" prallt dann kalter Black Metal auf zackigen Thrash und klare Gitarren, die sich im Duett mit feinen Leads prsentieren. "Blcher" ist zgiger Blackended Death, der mit Flitzefinger-Melodien um die Gunst des Hrers buhlt und diese auch gewinnt. Aufgelockert wird "Milorg" von zwei Instrumentals, die etwas unglcklich verteilt an den Startpositionen fnf und sieben zu finden sind, auch wenn sie inhaltlich absolut gefallen. VREID gefallen aber nicht nur inhaltlich, sondern auch handwerklich, da die Produktion des aktuellen Longplayers wohl die beste sein drfte, die die Norweger bis dato aufgefahren haben. Der klare, druckvolle und organische Sound lsst sowohl die kratzigen, aber stets artikulierten Vocals, die flotten Passagen als auch die langsameren, atmosphrisch dichten Momente gleichberechtig gut zur Geltung kommen.
Um den Bogen zum Anfang zu schlagen: Ein Meilenstein ist "Milorg" nicht. Ein Griff ins Klo aber ganz sicher auch nicht. Dafr sorgen dosiert eingesetzer Klargesang und vor allem die durchdachten Songs, die fr Kurzweil sorgen. Alles in allem also gewohnt solide Kost, die VREID hier abliefern.
   
<< vorheriges Review
WITHIN WALLS - Set Me Free
nchstes Review >>
THE NEW BLACK - The New Black


 Weitere Artikel mit/ber VREID:

Zufällige Reviews