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12. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

TANKARD - Thirst
Band TANKARD
Albumtitel Thirst
Label/Vertrieb AFM Records
Homepage www.tankard.info
Verffentlichung 19.12.2008
Laufzeit 44:38 Minuten
Autor Thorsten Schwalbach
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Die Frankfurter TANKARD haben im Dezember ihr 14. Studioalbum "Thirst" verffentlicht, und um es kurz zu sagen, die Platte ist richtig gut. Das geht schon los mit dem recht schnellen Opener "Octane Warriors". Nach einem kurzen Schrei von Snger Gerre (Andreas Geremia) startet dieser Song mit einem prgnanten, knackigen Gitarrenriff, das sich schnell im Kopf festsetzt. Die Strophen erinnern mich irgendwie an TESTAMENT, und im Chorus wird dann ein wenig das Tempo rausgenommen. Das ganze wird unterlegt mit starken Drums und donnernden, nach vorne gehenden Basslinien. Gekrnt wird der Song durch ein wirklich starkes Solo von Gitarrist Andi (Andreas Gutjahr). berhaupt ist es die durchweg sehr melodische Gitarrenarbeit, die mir an diesem Album besonders gefllt. Andi spielt teilweise richtig schnelle, frickelige Lufe, die mich an Gren wie Michael Schenker oder auch ein bisschen Yngwie Malmsteen erinnern, was einen super Kontrast zur sonst eher harten Musik darstellt und die Sache interessant hlt. Natrlich berzeugt der Mann auch durch mitreiende Rhythmusgitarren. Und zu Gerre braucht man wohl keine groen Worte verlieren. Er schreit sich durch die Songs, wie man es von ihm erwartet. Die einzelnen Stcke sind recht abwechslungsreich gehalten, es wird nicht nur thrashmetaltypisch aufs Gaspedal getreten, sondern auch mal mit etwas angezogener Handbremse gefahren, wie im Titelsong, der sehr melodisch beginnt und schne Tempowechsel enthlt. Textlich beschrnkt man sich nicht nur auf Fun-Nummern wie "Myevilfart", sondern gibt seine Meinung auch zu aktuellen Themen ab wie Leuten, die zum Teil davon leben, das Pfandgut, das andere wegschmeien, einzusammeln ("Deposit Pirates" ist aus der Sicht eines solchen Sammlers geschrieben). In "When Daddy Comes To Play" bezieht man sich auf die Vorgnge in der Fritzl-Familie in sterreich. Die beklemmende Atmosphre dieser Thematik wird durch die teilweise betroffen klingende Stimme und einen Mdchenchor noch verstrkt. Zum Ende wird es bei "Sexy Feet Under" noch mal richtig schnell. Das fr Tankard typische gezeichnete Cover zeigt den alten Bekannten vom Cover von "Kings Of Beer", der passend zum Titel als durstiger Mann im Stile des Bildes auf einer Tuborg-Dose irgendwo in der Sonne steht und schwitzt. Hat was und rundet ein Album ab, das einfach Spa macht.
   
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