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03. September 2010 - Uhr
 
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LAFRONTERA - humenace
Band: LAFRONTERA
Albumtitel: humenace
Label/Vertrieb: Eigenproduktion
Website: www.lafrontera.de
Veröffentlichung: 28.11.2008
Laufzeit: 62:42 Minuten
Autor: Sönke Hansen
Bewertung: 9 von 15 Punkten
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Lafrontera beweisen, dass es im hohen Norden weder zu kalt, zu windig oder zu nass ist, um nicht doch eine geballte Ladung Metal auf eine kleine, silberne Scheiblette zu pressen. Mit "Humenace" erhalten wir das Zweitwerk der Jungs aus Kiel und es offenbart das Potenzial einer jungen, motivierten Band mit der Liebe zu lauten Gitarren.
Musikalisch schränkt man sich nicht gerne ein, wenn etwas zu gefallen weiß, dann wird es auch gespielt. So bekommen wir als Hörer mal eine Thrash-Attacke um die Ohren geknallt, mal werden wir im mittleren Tempobereich (welches übrigens den vorwiegenden Geschwindigkeitsgrad ausmacht) zum energischen Nicken eingeladen und mit all den kleinen verspielten Details und wohligen Melodien entwickelt sich ein ganz eigener Stil, was für eine junge Band eigentlich eher untypisch ist.
Natürlich ist den Herren mit "Humenace" kein Riesenwurf gelungen, die Charts werden sie nicht stürmen und ich bezweifle auch, dass sie über Schleswig-Holstein hinweg ihren Bekanntheitsgrad allzu sehr erweitern werden können (obwohl ich es ihnen natürlich wünsche!). Denn Lafronteras Mucke klingt nicht unbedingt kompatibel mit den Massen, lässt sich nicht in eine Schublade zwängen, mit der man die Verkaufszahlen erhöhen könnte und sie lassen zudem kaum Vergleiche zu bestehenden "großen" Bands zu. Die Musik des Vierers kommt vom Herzen und genau das ist es auch, was hier so einen Spaß macht. Es ist eine gewisse Straßen-Attitüde, die "Humenace" anhaftet, eine raue Bodenständigkeit und Ehrlichkeit. Auch die Spielzeit ist mit über einer Stunde wirklich beträchtlich. Dies macht das Fehlen eines wirklichen Hits aus meiner Sicht wett, ich denke aber auch, dass die breite Masse das anders sehen wird. So, wie die Kieler klingen, legen sie allerdings nicht wirklich wert auf die Meinung einer großen Gesellschaft. Der Spaß mag da wohl an erster Stelle stehen, was man wiederum hört. Dies ist Metal, der für die Bühne geschrieben wurde. Jungs, das ist der richtige Weg, weiter so!
   
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