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22. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

THRESHOLD - Critical Mass
Band THRESHOLD
Albumtitel Critical Mass
Label/Vertrieb Inside Out Records
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Verffentlichung 2002
Laufzeit N/A
Autor Thorsten Dietrich
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Die Englnder Threshold sind eine progressive Metalband, die absolut eigenstndig klingt. Damit hat sie schon mal bei mir ein Stein im Brett. Unter anderem ist dafr Snger Andrew Mc Dermott zustndig, der immer besser zu werden scheint und wenig mit seiner Sargant Fury (wurden echt so geschrieben) Vergangenheit zu tun hat, er setzt hier ganz groe Akzente! Fr eine Band, zhlt so eine Stimme mit Wiederkennungswert sehr viel. Musikalisch hat man nach sechs Releases und einigen Besetzungswechseln, wohl jetzt mit einem stabilen Line-Up seit 1998 eine solide Basis geschaffen, da habe ich wohl einen weiteren Fave gefunden, im Meer der Millionen Bands. Die von Gitarrist Karl Groom und Keyboarder Richard West gut produzierte Platte hat wunderschne Melodien, wo Gitarre und Gesang perfekt harmonieren und sich, wie man im Fuball sagt, "die Blle traumwandlerisch zuspielen". Jeder der Songs ist abwechslungsreich, auf hohem spielerischem Niveau, aber auch fr Nichtmusiker wie mich immer nachvollziehbar. Die Musiker lassen nicht den Lehrer heraushngen, wo die Schler zuhren, staunen und der normale Konsument nichts mehr mitkommt, wie das bei manchen Combos der Fall ist. Nein, Threshold mssen nichts beweisen! So kommt mir "Falling Away" wie eine Reise durch viele Lnder vor, wo der wiederkehrende Chorus den Hrer immer wieder an den Ausgangspunkt zurckbringt. Die Gitarren lassen auch ein paar fette Riffs vom Stapel, so das die Platte auch "hrter" als die der Labelkollegen von Enchant (geile Combo) ist, jedoch wird auch an manchen Stellen ein Gang zurckgeschraubt und/oder eine akustische Gitarre aus dem Hut gezaubert. Oft ist eine fr mich in der Sparte ungewhnliche Melancholie in den Songs vorhanden, die von der Stimmung, nicht der Musik, an so genannte Gothic Metal Acts erinnert. Generell sind die Lieder locker fnf Minuten lang, whrend zwei ber acht Minuten ("Choices" und "Echoes Of Life") gehen und der Titeltrack "Critical Mass" ein Mammutsong in drei Teilen ber 14 Minuten lang ist! berragend ist der Keyboardsound, der sich genauso wie alles vom Einerlei der Szene abgrenzt, aber da andere Keys mich penetrant nerven... muss das erwhnt werden. Manchmal ist halt weniger mehr, ihr Dudelfreaks da drauen! Mit "Avalon" haben Threshold eine wunderschne mystische Ballade erschaffen, nach der sich andere Bands mangels Knnen die Finger lecken knnen. Es ist immer schwierig bei Balladen nix Kitschiges zu machen, Threshold haben auch diese Hrde genommen. Sicher stehe ich manchmal auch auf Kitsch, aber das ist eine andere Geschichte und bringt mich total vom Thema ab! Wo waren wir? Am Ende der Platte, genau, der Titelsong ist wie oben erwhnt lang, beim ersten Teil geht es richtig flott zur Sache und Andrews Stimme verschmilzt auf geheimnisvolle Weise mit der Musik, der folgende zweite teil ist ein Instrumentalpart, wo auch ein gutes Gitarrensolo vorkommt, wieder fllt angenehm auf, wie wenig selbstdarstellerisch die Musiker agieren! Der dritte Teil setzt mit akustischen Gitarren ein und spter bringt Andrew den Song zu einem schnen Ende. Abgerundet wird dieses Kunstwerk von einem sehr geschmackvollen Coverartwork, was den Titel fantastisch umsetzt. Threshold haben mit dieser Platte eine Meisterleistung abgeliefert, die von der Band nur sehr schwer zu toppen sein wird!
   
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