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18. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

TERMINAL FUNCTION - Measuring The Abstract
Band TERMINAL FUNCTION
Albumtitel Measuring The Abstract
Label/Vertrieb Candlelight / Soulfood
Homepage www.myspace.com/terminalfunction
Verffentlichung 14.11.2008
Laufzeit 43:22 Minuten
Autor Andreas Goericke
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Fiese Kopisten! Was ist den in Schweden los? Machen die keine eigene Musik mehr, oder was? Auf der mit "Measuring The Abstract" betitelten Debt - Scheibe der Nordmnner wird geklaut, dass sich die Balken biegen, nahezu unverschmt! Das Album enthlt fast nur Anteile, die unglaublich stark nach MESHUGGAH, DEATH, den unerreichten CYNIC oder auch und besonders bei den Keyboard - Passagen nach DREAM THEATER klingen. Sehr frech! Allerdings handelt es sich ja leider bei den oben genannten quasi um die Krone technischen Metals. Daher macht der Silberling tatschlich Spa und da die massiv zitierten Bands ja nicht gerade dafr bekannt sind, alle zwei Wochen ein Album herauszuhauen, hat der Silberling durchaus eine Daseinsberechtigung.
Fachlich betrachtet wird also gefrickelt, was das Zeug hlt. Dabei bedient man sich bei den Gitarren, Strukturen und Sounds gerne an dem phantastischen "Destroy/Erase/Improve" Album MESHUGGAHs, sogar bis hin zu den Effekten oder dem Einsatz einer Voice Box. Ebenfalls tauchen verjazzte Akustikteile auf, deren Gesang teilweise rotzfrech sogar mit den sphrischen Cyborgstimmen wie bei CYNIC belegt ist. Dazu kommen noch moderne Stampfparts wie bei den groen Brdern aus dem gleichen Lande, bzw. eine Portion jazziger Death - Metal hnlich der Feder Chucks aus Amerika und fertig ist die Laube. Also durchaus grenzwertig das Ganze, da doch sehr, sehr arg abgekupfert wird. Man kann aber in der Hinsicht wirklich nicht meckern, da sich TERMINAL FUNCTION dabei keineswegs verheben, sondern technisch durchaus sehr solide im Sattel sitzen und die Songs auf einem grandiosen Level vortragen. Und auch das Songwriting, pardon, das Zusammenwrfeln alter Platten, ist geschickt gehandhabt. So kommt whrend der kompletten Renaissance ihres Plattenschranks der letzten 15 Jahre eigentlich keine Langeweile auf, da sie all diese Elemente doch gekonnt, und auf diese Art und Weise noch nie gehrt, kombinieren und man dadurch eine wirklich interessante und anspruchsvolle Melange aus den nachgeeiferten Bands erhlt, was Freunden technischen Metals durchaus ein Schniefen abringen kann.
Einziges Manko meinerseits ist der Snger, der zwar mit wunderbarer Bandbreite vom Brllen und Kreischen zu brauchbaren klaren Passagen arbeitet, aber auf kurz oder lang doch etwas nervig daher kommt. Er klingt wie eine Art hochtnender Donald Tardy, was manchmal ein Bisschen gepresst daher lrmt. Die Produktion allerdings ist glasklar und durchaus gefllig. Steht nur noch die Frage im Raum, wie viel abkupfern gesund ist.
Aber auch hier muss man sich vor dem letzten Track "Remote Views" verneigen, der dem Ganzen durchaus eine mchtige eigene Note aufdrckt und der wirklich sehr stark geworden ist!
   
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