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13. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

EISREGEN - Knochenkult
Band EISREGEN
Albumtitel Knochenkult
Label/Vertrieb Massacre Records
Homepage www.fleischhaus.de/
Alternative URL myspace.com/frissscheisse
Verffentlichung 19.09.2008
Laufzeit 51:55 Minuten
Autor Christoph Fllenbach
Bewertung 9 von 15 Punkten
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EISREGEN, die wohl brutalste aller deutschen Metalformationen, meldet sich mit "Knochenkult" zurck an der Extrem Metal - Front. Das Trio, DF hatte die Band Ende 2007 verlassen und Dr. Frankenstein hat im Moment noch den Status einer Sessionmusikerin, ist bekannt fr Texte, welche dafr sorgen, dass neue Verffentlichungen ganz schnell wieder vom Markt verschwinden. M. Roth's "Blutkehle", was gleichzeitig Spitzname und auch sehr zutreffende Stimmbeschreibung ist, hat sich nach der letzten Scheibe "Blutbahnen" zwar grunztechnisch nicht weiterentwickelt, dafr wird jetzt manchmal mit neuen, fieseren Tnen gearbeitet. "Sei Fleisch und Fleisch sei tot" zeigt, wenn auch Hintergrund, eine dermaen kranke Stimme, dass ich mir nichts vorstellen kann, was verrckter klingt. In anderen Tracks, beispielsweise "Schwarzer Gigolo" ist auch wieder klarer Gesang zu hren, welcher zwar technisch immer noch nicht perfekt ist, aber vielleicht auch gerade deswegen gut ins Gesamtbild passt und so diesem und anderen Stcken einen morbiden Touch verleiht. Textlich geht es um Dinge, die bei EISREGEN schon mehr als zehn Jahre die Hauptrolle spielen: Tod, Fleisch, Blut; das ganze Verpackt in Stories ber Snuff - Videos oder Menschenjagd, nur um Beispiele zu nennen.
Auch wenn bis jetzt nichts negatives zu lesen war und die Scheibe auch bei weitem nicht grottig ist, kann der Kult um die Knochen fr mich trotzdem nicht mit frheren Verffentlichungen mithalten. Damit meine ich nicht nur, die von Fans gro gefeierten und indizierten Frhwerke, sondern auch die beiden letzten groen Auskopplungen. Auch wenn stellenweise wieder sehr melodische Klavier-, Bass-, Schlagzeugparts eingearbeitet wurden und auch die Blastbeats nicht zu kurz kommen, will die CD bei mir einfach nicht richtig znden. Selbst wenn folgende Aussage hchstwahrscheinlich jedem Hardcorefan die Trnen in die Augen treibt, muss ich trotzdem zugegeben, dass mir der melodischere Weg, den EISREGEN eingeschlagen hatte, gut gefiel. Mit "Knochenkult" nhert man sich wieder der roheren Anfangszeit , was sich natrlich mit meiner vorhergegangenen Aussage beit. Bewertet habe ich nach eigener Meinung, ganz egal wie diese den Trnenstand von Fans beeinflusst, welche das Album sowieso kaufen werden.
   
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