|
|
|
|
|
|
|
|
|
Progressive trifft auf Gothic - so könnte man dieses Debüt, einem weiteren Kind von Mastermind Hugo Flores, am treffendsten beschreiben. Wie auch bei ATLANTIS, PROJECT CREATION oder SONIC PULSAR spielt der Portugiese fast sämtliche Instrumente selbst ein. Lediglich der bundlose Bass wird von Chris Brown (GHOST CIRCUS) während dem Song "Electric Boom" dargeboten. Für die Vocals, Gesangslinien und Harmonien ist die Schwedin Jessica Letho verantwortlich. Sie sorgt für den besagten Gothic-Einschlag, welcher nicht selten an WITHIN TEMPTATION oder in Ansätzen auch an THE GATHERING erinnert. Die Story erzählt von einem zweigeteilten Land, einer positiven und einer negativen Seite. Die Traumfabrik, eine Maschine die Illusionen generiert, wird durch menschliche Gedanken gespeist. Im Großen und Ganzen also eine sehr abstrakte Geschichte. Die elf Stücke von "Poles" werden bewusst von elektronischen Synthi-Klängen dominiert. So geraten die Gitarren und die "echten" Drums in den Hintergrund. Was wiederum den Goth-Aspekt verstärkt, doch Songaufbau, Strukturen und die Melodien sind in der progressiven Sparte einzuordnen. Selbstverständlich verirrt sich auch das ein oder andere fette Riff, ein cooles Solo oder eine wunderschön gezupfte Melodie auf die Scheibe. So kann man von einem atmosphärischen, genre-übergreifenden und facettenreichen Output berichten. Fazit: "Poles" ist keine leichte Kost, die mal so den Hintergrund berieseln soll. Ähnlich wie bei AYREON wird die Story im Stile einer Rockoper dargeboten. So sollte man sich näher mit der Musik und den Lyrics befassen, um FACTORY OF DREAMS intensiv zu erleben. Angesprochen werden hier die unterschiedlichsten Konsumenten. Neoprog-Fans könnten ebenso wie offene Metalheads oder Goth-Rocker fürstlich bedient werden. |
|
|
|