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17. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

ENSLAVED - Vertebrae
Band ENSLAVED
Albumtitel Vertebrae
Label/Vertrieb Indie Recordings
Homepage www.enslaved.no
Verffentlichung 26.09.2008
Laufzeit 49:08 Minuten
Autor Andre Kreuz
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Wenn man den Weg der Norweger ENSLAVED konsequent von Anfang bis zur Gegenwart mitverfolgt hat, wird einen das neue Opus "Vetebrae" vermutlich nicht komplett unvorbereitet aus den Socken hauen. Wenn man aber, wie bei mir geschehen, nach "Frost" und "Eld" Feierabend gemacht hat, wird man das ganz sicher.
Denn mit den ursprnnglichen ENSLAVED hat "Vetebrae" nur noch wenig zu tun, auch wenn die Wurzeln nicht komplett ausgerissen wurden. Zunchst begrt einen der recht warme Mix, der interessanterweise von Joe Baressi bernommen wurde, der auch schon fr TOOL und die QUEENS OF THE STONE AGE die Knpfchen gedreht hat. Interessanterweise deswegen, weil sich auch bei ENSLAVED eine nicht berhrbare psychedelische Komponenete eingeschlichen hat, die sie sehr eigen, progressiv und mitunter wie SOLEFALD und Konsorten klingen lsst. Dadurch erschlieen sich einem die komplexen Songstrukturen erst nach einigen Anlufen, wissen dann aber durch ihr ausgeklgeltes Songwriting zu berzeugen. Trotz aller Progressivitt haben sich die ehemaligen Vorzeige-Wikinger einen gewissen Schuss Black Metal bewahrt, der immer mal wieder mit den typisch kratzigen Vocals und sirrenden Riffs durchschlgt und das oft schon fast nachdenkliche, melancholische Material noch facettenreicher in seinem dsteren Glanz erstrahlen lsst.
Ansonsten regiert die Abwechslung auch am Mikro, was sich gerne auch mal fr hymnische Chre geteilt wird, wobei der Gesang insgesamt recht leise abgemischt wurde. Dennoch macht er in jeder Tonlage was her, egal ob heiser geknurrt oder klar gesungen wird.
Das kann man so im Prinzip auch fr den Rest der Scheibe bernehmen: Egal ob's knallt oder ruhiger dahergeht, unterm Strich passt alles zusammen. Hit an Hit hat man zwar nicht verbrochen, dafr aber ein durchweg interessantes Album, bei dem vor allem "New Dawn" und "The Watcher" im Ohr hngen bleiben.
   
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