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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

MEMORY GARDEN - Carnage Carnival
Band MEMORY GARDEN
Albumtitel Carnage Carnival
Label/Vertrieb Vic / Soulfood
Homepage www.memorygarden.net
Verffentlichung 12.09.2008
Laufzeit 51:43 Minuten
Autor Andreas Goericke
Bewertung 13 von 15 Punkten
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Die schwedischen MEMORY GARDEN legen uns mit "Carnage Carnival" ihr viertes Opus auf den Tisch. In der Doom-Szene kennt man die Herren bereits seit Jahren, haben sie Ihr geniales "Tides" - Album doch bereits 1996 auf die Welt der Langhaarigen gehetzt. Mit Mike Wead (KING DIAMOND und MERCYFUL FATE) hat man sich noch einen Strategen an die Regler gesetzt und somit einen brillanten und druckvollen Sound garantiert.
Musikalisch treibt sich die Band im klassischen, melodischen Doom umher. Das bedeutet hoher mnnlicher Gesang, der von Stefan Berglund allerdings vollkommen beherrscht wird. Manche klassischen Snger verheben sich ja doch gelegentlich oder wirken etwas weinerlich, dieser Mann aber war zu Recht in der engeren Wahl fr den Posten bei CANDLEMASS seinerzeit, wie ich von ihm einst erfahren konnte. Er erledigt seinen Job kraftvoll und einfallsreich, setzt den wunderbaren Gitarrenlufen eine ordentliche Portion Emotionalitt entgegen und fgt sich perfekt in das Gebilde ein, das MEMORY GARDEN mit dem Album hergestellt hat. Tom Bjrn an den Kesseln soll ebenfalls nicht unerwhnt bleiben, halte ich ihn persnlich fr einen der besten Trommler fr dieses Genre! Der Mann ist unglaublich kreativ und ganz gleich ob es um Doppelbass oder brechende, tonnenschwere Passagen geht, er holt immer noch ein Fnkchen mehr Energie aus dem Material, verschiebt tchtig oder legt atemberaubende Breaks hin! Es ist die pure Freude, diesem Knner zuzuhren!
Das Album selbst startet dann auch gleich mit dem gigantischen Titelsong, der gleich die Marschrichtung festlegt, nur um mit der starken Uptempo-Nummer "The Bitter End" erstmal gehrig das Tempo hochzulegen. Danach wird es etwas ruhiger und balladesk, wobei hier auch zuerst Raum fr die klassischen, tonnenschweren Doomriffs der Marke CANDLEMASS mit einem Hauch Keyboard geschaffen wird. Phantastisch! Als Hhepunkt dieser Phase folgt das epische "Beggars Anthem", ein perfekter 6 Minuten Rundschlag durch alles, was die Jungs beherrschen. Absoluter erster Hhepunkt ist das anschlieende "A Dark Embrace", das mit superschweren Riffs und reichlich vertrackten Rhythmus - Wechseln nur so um sich schiet. Mit "Dominion" folgt dann die Radioauskopplung, ein relativ zahmer und melodischer Song, der sehr schn mit unverzerrten Gitarrenlufen aufgehbscht ist. Die letzten beiden Songs legen dann die Messlatte doch arg hoch. Am Ende der Platte legen MEMORY GARDEN mit dem Doppelgeschtz "Another Night" und "The Downfall" weitere zwei epische Songs auf den Teller, wobei der erste mit einem irrsinnig langsamen und melodischen Riff bestckt ist, das einem unendlich Gnsehaut auf den Nacken zaubert. Im letzten Song wird dann endgltig die Eposkeule geschwungen und der Weltuntergang akustisch in Szene gesetzt. Na, wenn der so klingt, wird's die wahre Pracht und ich freue mich darauf!
   
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