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23. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

EISBRECHER - Sünde
Band EISBRECHER
Albumtitel Sünde
Label/Vertrieb AFM Records
Homepage www.eis-brecher.com
Veröffentlichung 22.08.2008
Laufzeit 55:06 Minuten
Autor Jennifer Laux
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Eines ist nach dem Hören der neuen Scheibe klar: sie ist keine Sünde für den Gehörgang. Meiner Ansicht nach das bis jetzt gelungenste und abwechslungsreichste Album der Münchner Industrial-Metaller nach den Vorgängern "Eisbrecher" und "Antikörper".
Der Mix und die gut gewählte Balance aus harten Gitarrenriffs und elektronischen Arrangements verleiht "Sünde" einen expliziten Gothic-Charakter. Die zwölf Titel von Ex-Megaherz-Sänger Alexx und Pix strotzen nur so von den unterschiedlichsten "sündigen" Gedankengängen und einer Menge Düsternis. Gerade der Titel "Zu Sterben" verbreitet eine unglaubliche Melancholie.
"Kann Denn Liebe Sünde Sein?" gehört z.B. zu einem der tanzbaren Titel der Scheibe, während "Herzdieb" eher in die Kategorie der Halbballaden einzuordnen ist.
"This Is Deutsch", in zwei Versionen auf der CD zu finden, geht sehr in den Industrial- Bereich und erinnert mich in manchen Passagen an Elemente der Band AND ONE und an die alte Band TRIO. Sicherlich könnte man auch Parallelen zu RAMMSTEIN, UNHEILIG und natürlich MEGAHERZ ziehen und genau das ist, was mich wiederum den eigenständigen Stil von EISBRECHER vermissen lässt?!
Die Texte der einzelnen Songs sind wirklich "sündig" und erzählen von Erotik, Emotionen und auch grenzwertigen Themen, die die Seele belasten. Sie sind sehr aussagekräftig, lassen dem Hörer aber trotzdem eine Menge Spielraum für Eigeninterpretation.
"Sünde" versprüht eine Menge Energie und versteht die willkürlichsten, undefinierbarsten, irritierendsten und tiefgreifendsten Gedanken mit dem passenden Sound und treibenden Beats zu unterstreichen und zu einer Einheit verschmelzen zu lassen. Die düstere Stimme von Alexx tut ihr übriges.
Würde mal behaupten es ist keine "Sünde" sich dieses Album zuzulegen.
   
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