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11. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

SACRUM - Darkstricken
Band SACRUM
Albumtitel Darkstricken
Label/Vertrieb Metal Mind Productions
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Verffentlichung 05.08.2008
Laufzeit 53:42 Minuten
Autor Robert Kolle
Bewertung 6 von 15 Punkten
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Lsst man diverse Demos und EPs auer Acht, legen Sacrum aus Polen mit "Darkstricken" ihr drittes Sudioalbum vor. Seit 1996 kmpft das Sechstett nun um die Aufmerksamkeit der Metalgemeinde, richtig berzeugen kann auch das jngste Werk jedoch nicht.
Dass die Musiker um Snger Olaf Rozanski ihre Instrumente beherrschen steht auer Frage. Die Produktion ist sauber, der Sound transparent und ausgewogen; leider fast schon zu "aufgerumt". Es fehlt am Fundament und Druck, was sich negativ auf die Atmosphre auswirkt. Auch der Schlagzeugsound kann nicht richtig berzeugen. Dieser klingt recht platt und lieblos.
Unbeirrt dessen legt Snger Olaf gut vor und growlt ganz ordentlich aus den Boxen. Oft wechselt er dann zu cleanen Gesangspassagen, die definitiv in die Kategorie Geschmackssache fallen. Mir gehen die folkloristisch anmutenden Gesnge nicht ganz so glatt ins Ohr und stren schon bald. Die Texte handeln meistens von Gefhlen und Situationen, die sich vor allem in der Ausformulierung von den Erfahrungen des Normalbrgers unterscheiden. Letztendlich darf jeder selber zwischen einem "Schatz, pack Deine Sachen, es ist aus" und dem blutigen Mitternachtsgeschnetzel whlen, das Sacrum im Track "Evil Dreams" vorschlagen. Die Grenze des guten Geschmacks zieht dann irgendwann die Rechtsprechung.
Rein musikalisch ist das, was Sacrum hier abliefern solide und sauber, berrascht aber wenig. Die Arrangements sind teilweise sehr kantig und wenig abwechslungsreich; manche Stcke werden schon bald zh. Die Keyboardsounds sorgen fr Atmosphre, fgen sich gut ein, wirken an manchen Stellen aber 'billig'.
Generell wrde ich mir fr dieses Album mehr Abwechslung und Spritzigkeit wnschen; hier mangelt es leider. Dennoch gibt es ein paar Hhepunkte und Songs, die zum Mitwippen anregen.
Zu viel erwarten sollte man von "Darkstricken" nicht; eine Empfehlung zum Reinhren ist diese Platte aber allemal wert. Wer also nach einer Mischung aus Doom und Death sucht, darf hier gerne ein Ohr riskieren.
   
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