Navigation
                
24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

ANDRAS - Iron Way
Band ANDRAS
Albumtitel Iron Way
Label/Vertrieb Einheit Produktionen / Soulfood
Homepage www.andras.de.vu
Verffentlichung 27.06.2008
Laufzeit 44:59 Minuten
Autor Andre Kreuz
Bewertung 14 von 15 Punkten
>> Als E-Mail versenden
Lange vorbei sind die Zeiten, dass ANDRAS aus dem Erzgebirge Black Metal mit belsten Donald Duck-Vocals ablieferten. "Iron Way", das aktuelle Output und der Nachfolger von "... Of Old Wisdom" zeigt eine reife Band, die ihren Pagan Metal mit einer Inbrunst und tiefster berzeugung zelebriert, dass einem auch nach dem x-ten Durchlauf ob der wahnsinnigen Durchschlagskraft der Stcke die Spucke wegbleibt.
Nach dem majesttischen Intro, das samt leise abgemischter Erzhlstimme auch von einer neueren SUMMONING htte stammen knnen, geht der Tanz los. Ohne einen Track hervorheben zu wollen oder zu mssen schmieden die Erzgebirgler eine mchtige Hymne nach der anderen, die sowohl von zackigen Riffs als auch vielen melodischen Lufen und passend erhabenen Keys getragen werden. Letztgenanntes Instrument wird immer songdienlich eingesetzt, verkommt nie zum Selbstzweck und verpasst den schwermtigen Kompositionen den letzten Kick. Gerade wie es die Musik verlangt geht es auch am Mikro zu: Epische Passagen werden gerne mit tiefem, klarem und teils mehrstimmigen Gesang zum Sieg geleitet, hrtere Passagen entweder mit leicht kehligen Vocals oder richtig herben Black Metal Shouts. Auch wenn ich keinen Song hervorheben wollte und jeder einzelne ein Hit fr sich ist, kann dann doch "Infested" erwhnt werden. Hier geht es neben aller auch sonst vorhandener Hrte am schwarzmetallischsten auf der Scheibe zu, ANDRAS huldigen damit quasi ihren Wurzeln, die sie nie vergessen oder gar geleugnet htten. Denn trotz allem hymnischen Charakter blitzt immer wieder eine fundamentale Hrte durch, die sich in rasenden Riffstrmen und schnellen Schlagzeug-Eskapaden maninfestiert.
Wer sich fr die Texte interessiert, der bekommt diese im schn gestalteten Booklet samt kurzen Erluterungen serviert, die u.a. zeigen, dass viele der Inhalte von alten Sagen inspiriert wurden. Auch beim Sound haben ANDRAS alles richtig gemacht und nahezu perfekt den Spagat zwischen klarer Produktion und bodenstndiger Hrte gemeistert.
Was soll ich noch weiter labern; dass mich "Iron Way" ziemlich beeindruckt, drfte klar sein, in Sachen Pagan Metal habe ich lange nichts Vergleichbares gehrt. ANDRAS berzeugen 2008 auf ganzer Linie und liefern zehn Kracher, die auch lange nach der regulren Spielzeit nachhaltig ihre Spuren beim Hrer hinterlassen.
   
<< vorheriges Review
BLACKMORE'S NIGHT - Secret Voyage
nchstes Review >>
DAYLIGHT DIES - Lost To The Living


Zufällige Reviews