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12. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

GRAND MAGUS - Iron Will
Band GRAND MAGUS
Albumtitel Iron Will
Label/Vertrieb Rise Above Records/Soulfood
Homepage www.grandmagus.com/
Verffentlichung 13.06.2008
Laufzeit 42:11 Minuten
Autor Christian Schfer
Bewertung 9 von 15 Punkten
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Jaja, der Lee Dorian von CATHEDRAL, der kennt sich aus. Nicht nur mit seiner hchsteigenen Tief- und Langsamtnerkapelle sondern auch mit anderen Bands durchaus vergleichbaren Kalibers. Wie beispielsweise GRAND MAGUS. Deren letztes Album "Wolf's Return" ist mittlerweile drei Jahre alt. Also haben sich die drei groen Zauberer mal wieder aufgerafft um mit eisernem Willen eine neue Platte ein zu zimmern. Damit sind sie seit einiger Zeit fertig, und weil das Presswerk gleich tausende von Exemplaren besagter Platte, passenderweise "Iron Will" betitelt, ausgespuckt hat, verticken GRAND MAGUS all die Exemplare, die sie nicht fr den privaten Gebrauch bentigen. So kann sich jeder, der die Musik der drei Schweden mag, eine neue GRAND MAGUS-CD kaufen.
Hierauf gibt's wenig aufregenden, dafr grundsoliden und erfreulich gitarrenlastigen Hardrock. Teilweise mit mehr Melodiegefuddel als ntig, allerdings stets songdienlich eingebracht und von herzhaft trockenem, teils mehrstimmigem Gesang gekrnt.
Der Opener "Like The Oar Strikes The Water" besticht durch eher nervige Melodiefhrung und weckt falsche Erwartungen fr den Rest des Albums. Der ist nmlich richtig cool. Allein das folgende "Fear is The Key" kommt so herrlich doppelbasslastig daher, dass das Ausscheiden von Urdrummer Trisse verschmerzbar wird und der neue Fellgerber Seb hiermit einen mehr als gebhrenden Einstand feiern kann. Anschlieend wird das Tempo gedrosselt und das Trio rumpelt und poltert sich in angenehmem Midtempo durch den Rest der Platte. Einzig bei "The Shadow Knows" geht's noch mal dezent auf's Gas, ansonsten ist hohe Geschwindigkeit nicht die Strke der Schweden. Akustische Einsprengsel ("Hvding", "Silver Into Steel") machen das Zuhren spannend- im Gegensatz zu den an DIO erinnernden, von Tiefgang und Botschaft befreiten Texten.
GRAND MAGUS liefern grundsoliden unspektakulren Hardrock, der auf eine unterstellte, Jeans und Stiefel tragende, Motorrad fahrende Kuferschaft abzielt. Manche Dinge ndern sich nie. Das ist zwar nicht spannend, dafr aber angenehmer als verwirrte und verwirrende Experimente mit exotischen Instrumenten, orchestrierten Passagen oder Dialogsamples.
Wer "Iron Will" hat wird den Kauf nicht bereuen, wer "Iron Will" nicht hat, wird nichts vermissen. GRAND MAGUS klingen 2008 austauschbar wenig aufregend; ich rate Zgernden eher zum Erwerb alter, doomlastigerer Scheiben unserer Freunde vom Polarkreis.
   
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