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15. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

STILLE OPPRÖR - S.o2
Band STILLE OPPRÖR
Albumtitel S.o2
Label/Vertrieb Karmakosmetix
Homepage www.myspace.com/stilleopproer
Veröffentlichung 23.05.2008
Laufzeit 42:22 Minuten
Autor Sabine Jordan
Bewertung 13 von 15 Punkten
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Stille Opprör ist das Soloprojekt von Christer André Cederberg (In The Woods, Drawn) mit dem dieser seine intime Seite darstellen möchte, die offensichtlich ganz schön schräg und düster bis melancholisch ist. An dem Projekt arbeitete der Norweger mit diversen Sessionmusikern, unter anderem Jan Kenneth Transeth (In The Woods, Transit), Bernt Moen (Green Carnation), Stein Roger Sordal (Green Carnation), Tommy Jackson (Green Carnation, Transit), sowie Elisabeth Cederberg. Mit "S.o2" erscheint jetzt endlich der zweite Output von Stille Opprör. Leider ist das Debüt "Prosjekt 2 13" nirgends mehr auffindbar, alles was bisher von der Band zu hören bekam war eine in 2 Tracks aufgesplittete ältere Version von "S.o2" vom Karmakosmetix-Promosampler. Auf der aktuellen Scheibe findet man den Titelsong als vorletztes Stück mit einer Spielzeit von knapp 11 Minuten, damit ist "S.o2" auch der längste Track der CD. Beim Hören der Scheibe muss ich ein klein wenig an "Strange In Stereo" denken, tatsächlich klingen Stille Opprör aber ganz anders als In The Woods. Die Melancholie ist zwar durchaus und sogar deutlich hörbar und wegen dem Gesang, der zumindest teilweise von Jan stammt, könnte man auch noch Parallelen ziehen. Allerdings hat Stille Opprör viel weniger mit Metal zu tun, als vielmehr mit progressiver, alternativer, barrierenfreier Musik, die stellenweise fast poppig ist. In der Tat gibt es weniger rockende Parts, dafür jede Menge schöne, fließende Melodien und gelegentlich einige Disharmonien und verzerrte Sounds, wie beispielsweise der Anfang von "S.o2", die einen hin- und wieder leicht aufschrecken. Mein Lieblingssong ist allerdings "Disquietude", bei dem es zu dem gefühlvollen, klaren männlichen Gesang auch wunderschöne weibliche Gesangsparts zu hören gibt. Auch bei "S.o2" und "Reconnect" wird Frauengesang eingesetzt, leider kann ich auch hier mal wieder nicht in Erfahrung bringen, welche Damen hier am Werke sind. Christer setzt außerdem - wie schon gesagt - auf einige Effekte und manchmal kann man auch dem Klang einer Trompete lauschen. Mit "Reconnect Outro" und dem letzten Song "Instrumental" gibt es weiter noch 2 Instrumentalstücke, die sich aber harmonisch und weder lang, noch langweilig in das Gesamtwerk einfügen. Ich kann diese Scheibe wirklich allen ans Herz legen, die offen genug sind für eine weniger rockende, dafür aber sehr abwechslungsreiche und eigensinnige Platte. Schade ist es nur, dass es "S.o2" lediglich auf gut 42 Minuten bringt und man es sehr schwer hat herauszufinden was die unbekannteren Sessionmusiker sonst so treiben und vor allem für was sie hier zuständig waren.
   
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