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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

WEDNESDAY 13 - Skeletons
Band WEDNESDAY 13
Albumtitel Skeletons
Label/Vertrieb DR2 Records/Intergroove
Homepage www.wednesday13.com/
Verffentlichung 30.05.2008
Laufzeit 36:14 Minuten
Autor Christian Schfer
Bewertung 9 von 15 Punkten
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Wenn im englischen Sprachraum die Rede von "skeletons in the closet" ist sind damit keine Leute gemeint, die irgendwann ins Plumpsklo gekullert und dort versteinert sind. Vielmehr ist diese Redewendung mit dem Deutschen "Leichen im Keller" zu bersetzen und bedeutet, dass jemand traumatische Erlebnisse hatte, die bisher nicht aufgearbeitet worden sind und die sein Leben daher unbewusst negativ beeinflussen, oder dies zumindest theoretisch knnten. Klingt vielleicht esoterisch oder doof, ist jedoch Tatsache und wurde erstmals von Sigmund Freud beschrieben. So viel zur Geschichte.
Wednesday 13, seines Zeichens Gitarrist bei den Puberttsrockern MURDERDOLLS hat offenbar ein paar Skelette im Klosett, und die mchte er mit Hilfe seines neuen Albums exhumieren. Not, Leid, Depression, Kummer, Elend, Selbstmord usw. sind die Quellen der Inspiration, aus denen der arme Kerl seine Textchen dichtet. Musikalisch gibt's nicht gerade innovativen, allerdings gut anhrbaren, netten Nu Metal mit Verweisen in Richtung Gothicrock oder auch Industrial. Das zu den Eckdaten.
Tja, lieber Wednesday (bescheuerter Name brigens, aber daran sind natrlich Deine bsen Eltern schuld), wenn Du glaubst, Du kannst uns die sprichwrtliche Wutz auf die Backe malen, dann hast Du Dich aber geschnitten. Wer ernsthafte Probleme hat, geht zum Klempner (z.B. bei Wasserschden) oder er sucht sich einen Psychotherapeuten (in Deinem Falle eher angesagt). Das Letzte jedoch, was man in einem solchen Falle tun wrde, wre jedoch ein Album aufzunehmen. Und zwar nicht nur, weil man hierzu nervlich und emotional auerstande ist, sondern auch, weil man hierdurch seine Fans missbraucht. Die sollen sich nmlich nicht nur das wirre Zeug in Deiner Matschbirne anhren, was ja schlimm genug wre, nein, sie sollen auch noch dafr bezahlen. Ganz schn unverschmt, oder?
Liebe Kinder! Spart Euch Euer Taschengeld lieber fr Waffen, Alkohol und andere Drogen! Damit kommt man besser durch die schweren Tage, in denen die Eltern so bld sind, als wenn man sich den Pseudo-Seelenstriptease eines armen Rockstars anhrt und vor Langeweile bers Balkongelnder kippt.
Wie gesagt, musikalisch durchaus angenehme Platte, inhaltlich jedoch so wertvoll wie das gemeinsame Geschwafel von Verona Pooth, Oliver Pocher und Mario Barth. Nur fr Leute zu empfehlen, die nicht auf Texte achten oder des Englischen nicht mchtig sind.
   
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