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20. Mai 2013 - Uhr
 
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MY DARKEST HATE - To whom it may concern
Band: MY DARKEST HATE
Albumtitel: To whom it may concern
Label/Vertrieb: Massacre Records
Website: www.mydarkesthate.de
Veröffentlichung: 28.10.2002
Laufzeit: N/A
Autor: Andre Kreuz
Bewertung: 9 von 15 Punkten
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Was machen gelangweilte Powermetaller? Richtig, sie starten 25 Sideprojects und machen Soloscheiben, die sich alle genauso anhören, wie die Hauptband! Gott sei Dank verhält es sich da bei MY DARKEST HATE, bei denen die beiden SACRED STEEL Mannen Jörg Knittel und Oliver Großhans, sowie Klaus Sperling von PRIMAL FEAR mitwerkeln, anders, hier regiert gnadenloser Death Metal der alten Schule! Wie schon auf dem Vorgängeralbum Massive Brutality wird sich von der ersten bis zur letzten Sekunde durch eingängigen, tiefen und immer weiter rollenden Todesblei gemalmt, der nicht selten an stilistisch ähnlich gelagerte Combos wie SIX FEET UNDER oder auch JUNGLE ROT erinnert. Der Bass und die Drums pumpen muntere Beats in die satten Riffs der beiden Gitarren, während der neu eingestiegene Sänger Chris Simper in den tiefsten Regionen seine Akzente zu setzen weiß, dabei aber immer artikuliert bleibt, was mir besonders gut gefällt! Dazu gesellen sich derbe Schreie, die in dieser Form aber wohl nur aus der Konserve tönen können, es sei denn, der Fronter bekommt von einem der anderen Musikanten Feuerschutz, was mir aber nicht bekannt ist. Rene Pfeiffer, seines Zeichens der ehemalige Shouter, musste seinen Job übrigens wegen einer Tinitus-Erkrankung abgeben... Dass ist zwar schade, aber wenn ich ehrlich bin, gefällt mir der Neue im Bunde noch einen Tick besser, gelegentlich erinnert er mich gar an einen gewissen John Tardy...! Das Coole und gleichzeitig auch das Problem bei MY DARKEST HATE besteht in der erwähnten Eingängigkeit: Schaut man sich auf dem Backcover die Songtitel an, so ist man schon beim ersten Durchlauf in der Lage, munter mitzugrunzen. Das macht zwar einerseits Laune (besonders live, wie auf dem Party.San!!), andererseits machen sich aber auch recht schnell Abnutzungserscheinungen breit, so dass To whom it may concern, eben wie auch schon die massive Brutalität recht kurzweilig ausfällt, um nicht zu sagen nach einer Weile schlicht langweilig wird. Für den netten Easy-Listening-Death-Metal-Happen zwischendurch ist das neue Werk aber bedingungslos zu empfehlen und wer auf oben genannte Truppen oder auch auf die Bolzenwerfer steht, kann eigentlich bedenkenlos zugreifen, nur Neues oder Filigranes sollte man halt nicht erwarten. Anspieltipps will ich an dieser Stelle eigentlich nicht unters Volk jubeln, da die Songs alle vom gleichen Nivea(u) sind und jeder seine(n) eigenen Favoriten finden dürfte. Ich für meinen Teil habe mich für God am I entschieden, geiles Stück!! Zu erwähnen bleibt noch, dass mit dem Stück Brain Dead neben den zehn Eigenkompositionen noch ein Cover der Recken von EXODUS auf der CD ist und im typischen MY DARKEST HATE Gewand dargeboten wird.
   
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