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Ha! Die Band kenn ich doch! Die RADIO DEAD ONES...im Frühling 2002 muss das gewesen sein, da hab ich diese Typen im Wild At Heart in Kreuzberg spielen sehen und im Publikum stand die halbe TERRORGRUPPE. Es war ein richtig geiler Abend und die RADIO DEAD ONES haben eben an diesem einen Supergig in dem kleinen Berliner Club gespielt. Danach habe ich aber nie wieder etwas von ihnen gehört, nicht mal eine Internetpräsenz konnte ich im Nachhinein ausfindig machen. Und jetzt, sechs Jahre später, liegt plötzlich das selbstbetitelte Debüt Album der Band in meinem Briefkasten. Die sechs Jahre sind natürlich weder an mir noch an den Radiototen jenen welchen spurlos vorübergegangen, doch im Herzen hat sich wie es ausschaut in beiderlei Fällen nicht allzu viel verändert: Die Wahlberliner jedenfalls, sind Punkrock und der Straße treu geblieben (Hm, so spricht man normalerweise wohl nur über Gangsta Rapper). Sie haben sich den Rotz und den Suff bewahrt. Trotzdem schreiben sie überwiegend eingängige Songs, die sich schnell festsetzen. Müssen sie auch, denn die sind ja nur selten mal länger als zweieinhalb Minuten. Vom Stil her lassen sich manchmal durchaus Vergleiche zu alten RANCID Sachen ziehen, finde ich. Fakt ist, dass hier noch klassisch geschrammelt wird, und dass mit den Jahren schon so einige 7 und 12 Inches aus dem Hause RADIO DEAD ONES das Licht der Welt erblickt haben macht deutlich, aus welchem Lager der Punk Szene die fünf stammen. Über den musikalischen Inhalt des Albums ist damit schon alles gesagt worden. Gesungen wird ausschließlich in englischer Sprache. Die Texte enthalten zum Teil anscheinend biografische Elemente ("Forget'em") und sind ansonsten immer klar gesellschaftskritisch angelegt. Mich persönlich beeindruckt aber eigentlich insbesondere das abgeklärte Feeling, das in den Liedern der Gruppe stets mehr oder weniger latent mitschwingt. Und auch wenn das Auge immer mitisst: Hinter dem bescheidensten Artwork steckt manchmal eben doch eine Perle! Wer beim Blick auf aktuell gehypte Punkbands den Dreck, die Authentizität und das chronische Angepisstsein vermisst, sollte sich diese CD besser heute als morgen zulegen. |
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