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21. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

ETERNAL LORD - Blessed Be This Nightmare
Band ETERNAL LORD
Albumtitel Blessed Be This Nightmare
Label/Vertrieb Golf Records
Homepage www.myspace.com/eternallord
Verffentlichung 17.03.2008
Laufzeit 38:09 Minuten
Autor Snke Hansen
Bewertung 6 von 15 Punkten
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Weder der Bandname, das Logo oder das Artwork des Covers lassen vermuten, welche Kost der Hrer serviert bekommt. Die abgebildeten Jungs mit schief sitzenden Basecaps, durchwegs kurzen Haaren und der berwiegende "Schlapper"-Look lassen argwhnen.
Doch was fr ein Glck - direkt die ersten Tne machen klar, dass man nicht so kleingeistig sein und auf uerlichkeiten achten sollte: verflucht tiefe Gitarren und ein rummsendes Schlagzeug stampfen alles in den Boden; ein tierischer Kotzbrocken von Growler am Mikro macht unmissverstndlich klar, in welche Richtung ETERNAL LORD auf ihrem Debt tendieren: Brutalitt und Groove heien hier die Schlagworte. Mal voll auf die Fresse, mal im Midtempo einer Dampfwalze gleich durch die Heide preschend; so wollen sie sein, die Jungs, die aus diversen Vorbands einiges an Erfahrung mit in die Combo einbringen (u.a. sind Mucker von I KILLED THE PROM QUEEN, FROM THE CARNIVAL OF HORRORS und THE HUNT FOR IDA WAVE anwesend).
Doch ich kann nicht behaupten, dass mich das musikalische Schaffen an sich von den Socken haut. Brutal und tief, ja schn, das sind sie wirklich. Wir haben da einige Breakdowns, ordentlich Parts, bei denen man Hpfen knnte (was mir ohnehin zuwider ist, aber das wre ja ein durchwegs subjektives Urteil...), und die eine oder andere Abschweifung in andere Gewsser des Extrem-Metals. An der einen Stelle verirrt man sich rifftechnisch zu den Skandinaviern EMPEROR, dann rutscht man noch aus Versehen mal zum melodischen Black Metal der frhen 90er. Ich sage bewusst "verirrt" und "aus Versehen", da diese Experimente nicht in den Kontext der Songs passen wollen. Das Liedgut scheint mir im Allgemeinen nicht sehr schlssig und hufig hab ich den Eindruck, dass ETERNAL LORD manchmal selber nicht wissen, was sie nun eigentlich dort fabrizieren wollen. Auch die Ausflge in den Death Core wirken nicht gelungen und im Groen und Ganzen klingt's nach erzwungener Abwechslung.
Das zumindest muss bedeuten, dass der Band eines ihrer groen Mankos bereits selbst bewusst geworden ist: Die eigentliche Essenz ihrer Mucke ist recht langweilig und klingt weder abwechslungsreich und inspiriert. Eine groer Einheitsbrei, der im groen Einheitsbrei der Musikbranche untergehen wird.
   
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