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16. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

MESHUGGAH - Nothing
Band MESHUGGAH
Albumtitel Nothing
Label/Vertrieb Nuclear Blast
Homepage www.meshuggah.net
Verffentlichung 16.09.2002
Laufzeit N/A
Autor Andreas W. K.
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Es gab wohl kaum eine Band, die aufgrund ihres extremen Songmaterials die Metalgemeinde so polarisiert hat wie MESGUGGAH. Die Mischung aus ultrahartem Stakkatoriffing, absolut durchgeknalltem Drumming und dem psychotisch rumbrllenden Jens Kidman ist auch heute noch fr viele zu anstrengend. Trotz alledem zhle ich MESHUGGAH seit ihrer "None"-E.P. zu meinen Faves. Sie haben es zwar nie geschafft, ihr Meisterwerk "Destroy Erase Improve" zu toppen, aber der Nachfolger "Chaosphere" kam dem schon gefhrlich nahe. Nun steht ab dem 16.09. der Nachfolger "Nothing" in den Lden. Und der bietet wie zu erwarten war alles andere als leicht verdauliche Kost. Die Schweden sind seit "Chaosphere" noch ein gutes Stck vertrackter und anstrengender geworden. Es bedarf mehrerer Durchlufe, bis wirklich das komplette Songmaterial den Weg in die Grohirnrinde gefunden hat. Aber dann gibt es kein Entrinnen mehr. Unaufhaltsam bahnt sich die mit der Przision eines schweizer Uhrwerks gnadenlos nach vorne preschende Wahnsinnsmaschinerie MESHUGGAH den Weg durch die Abgrnde der menschlichen Seele. Sie walzt gnadenlos alles platt, was sich lcherlicherweise versucht, ihr in den Weg zu stellen. Dagegen wirken die ganzen pseudobsen Black Metal Poser (z.B. DARK FUNERAL) wie eine Horde Messdiener, die frhlich "Laudato Si" auf ihrer Wandergitarre anstimmen. MESHUGGAH sind und bleiben die abgefahrenste und durchgeknallteste Band im Metal-Genre und sind fr ihren Bereich die absolut konkurrenzlosen Kings. Zweifler sollten sich Schdelspalter wie "Stengah", "Spasm" und "Glints Collide" durch die Lauschlappen ballern lassen. Danach werden sie entweder auf die Knie fallen und um Gnade winseln oder in Zukunft einen groen Bogen um MESHUGGAH-Releases machen. Aber eines steht fest: Man mag sie lieben (wie ich) oder hassen (wie alle meine Kollegas ausser Flo): Vor der technischen Darbietung muss man in jedem Fall den Hut ziehen. Denn was speziell der Drummer Thomas Haake hier vollbracht hat, ist nahezu unmenschlich! Da wird auch wohl den meissten Jazz-Schlagwerkern extrem schwindelig. Mit "Nothing" verweisen MESHUGGAH einmal mehr ihre "Konkurrenz" auf die hinteren Pltze und untermauern eindrucksvoll ihren Status als eine der intensivsten Bands der Metalgeschichte. Zartbesaitete Gemter sollten allerdings die Finger von "Nothing" lassen.
   
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