Navigation
                
18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

MEPHISTOPHELES - Death Unveiled
Band MEPHISTOPHELES
Albumtitel Death Unveiled
Label/Vertrieb Remedy Records/Zomba
Homepage www.mephistopheles666.de
Verffentlichung 24.02.2003
Laufzeit 49:58 Minuten
Autor Andre Kreuz
Bewertung 11 von 15 Punkten
>> Als E-Mail versenden
Seit 1994 werkeln die deutschen Schwarzheimer von MEPHISTOPHELES bereits im Untergrund rum und arbeiten sich dabei langsam aber sicher immer weiter in den Vordergrund. So gingen mir bereits die "Songs of the Desolate Ones", 1999 noch bei Last Episode erschienen, schon verdammt gut ins Ohr. Die erfrischende Mischung aus eigenstndigem Black und symphonischen Momenten in Verbindung mit den sporadisch, aber effektiv eingesetzen Mnner-Chren wusste sehr zu gefallen, so dass die Platte nach wie vor in meinem CD-Spieler gefunden werden kann. Anno 2003 hat sich allerdings einiges im Hause MEPHISTOPHELES gendert, nicht zuletzt der Wechsel zum neuen Label Remedy Records. Was beim Hren von "Death Unveiled" gleich auffllt ist, dass sich die Burschen im Grundtenor nicht wirklich gendert haben, was ich auch nur begren kann. Dennoch ist man, was das Songwriting angeht, deutlich reifer geworden, so dass die Lieder wesentlich strukturierter und durchdachter erscheinen und einfach von vorne bis hinten das berhmte "gewisse Etwas" haben. Eigenstndigkeit eben, und das ist in dem doch recht enggesteckten Black-Metal-Rahmen schlielich eine kleine Kunst! Die Band versteht es dabei aber trotzdem, ihren Wurzeln treu zu bleiben, so dass auch das neue Werk deutlich dunkel, heftig und eben auch symphonisch ausgefallen ist. Den eben erwhnten stilistischen Rahmen wei man dabei geschickt durch Einflsse aus dem Death und auch durch schmissige Thrash-Riffs zu erweitern. Eine Mischung, die wirklich aufgeht, besonders in Verbindung mit den sehr effektiv eingesetzen Synthies, die sich nicht nach Aldi-Klimperkasten anhren, sondern ein sehr breites emotionales Spektrum bedienen. Bombast trifft auf Melancholie und spacige Klnge auf eher traditionelle, tja, Symphonik eben! Vergleiche zu finden fllt hier wirklich schwer, auch die im Infoblttchen erwhnten Truppen wollen da nicht recht ins Bild passen. Alte SETHERIAL? Wohl kaum... Fakt ist, dass MEPHISTOPHELES den meisten Fans von erhabenem, halbwegs modernem Black Metal gefallen drfte, nicht zuletzt weil absolut keine Ausflle ausgemacht werden knnen, Respekt! Als Bonus gibt es am Ende des Rundlings noch ein Cover von UNANIMATED, nmlich "Whispering Shadows". Die Produktion, die im brigen von RUMBLE MILITIA Drummer Jrg Ulken in Szene gesetzt wurde, lsst auch keine Wnsche offen, die CD knallt schn satt aus den Boxen und bleibt trotz der Vielfalt stets differenziert. Einziges Manko ist das aus meiner Sicht weniger gelungene Layout, mit diesen computergenerierten Zaubereien hab ich es nicht so. Aber der Inhalt zhlt, und der stimmt!
   
<< vorheriges Review
MENTAL AMPUTATION - Mass Crisis
nchstes Review >>
MERAUDER - Bluetality


Zufällige Reviews