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15. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

PORCUPINE TREE - Nil Recurring
Band PORCUPINE TREE
Albumtitel Nil Recurring
Label/Vertrieb Peaceville Records
Homepage www.porcupinetree.com
Alternative URL www.myspace.com/porcupinetree
Verffentlichung 22.02.2008
Laufzeit 28:47 Minuten
Autor Pierre Lorenz
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Die neben DREAM THEATER wohl wichtigste Prog Band dieser Tage lsst sich nicht lumpen und bringt ber Peaceville Records ein neues Album, ein Mini-Album heraus. "Nil Recurring" ist ein zusammenhngendes separates Werk, welches whrend der "Fear Of A Blank Planet" Sessions komponiert und im Sommer 2007 fertig gestellt wurde. Beinharte Fans konnten die CD bereits kurze Zeit spter auf Konzerten oder als Japan Import ber das Internet erwerben. Fr Otto Normalverbraucher kommt sie allerdings erst jetzt in die Lden.
Glaubt man Steve Wilson und seinen selten genannten Mitmusikern Richard Barbieri, Colin Edwin und Gavin Harrison, dann ist dieses Release natrlich keineswegs als B-Ware zu betrachten, sondern allein aus dem Grund nicht auf bzw. mit "Fear Of A Blank Planet" verffentlicht worden, weil das Material schlicht und ergreifend nicht in das damalige Albumkonzept gepasst htte.
Die optisch edel aufgemachte CD beginnt mit einem sechsmintigen Instrumentaltrack, der sich nach und nach bis zur Ekstase hin steigert, fr Minutenlnge in einem Basslauf verharrt um dann letztendlich im Chaos zu verklingen. Danach schliet sich ein schon fast typischer PORCUPINE TREE Song mit vertrumt anmutenden Refrains (Es sind exakt die aus dem Song "Sentimental"!), aber auch einigen dezent verstrenden Intervallen und Breaks an. Das Lied trgt den Titel "Normal" und behandelt die Perspektivlosigkeit heranwachsender Generationen. Track Nummer drei, "Cheating The Polygraph" ist sicher nicht das beste Stck, das die Band in ihrer bald 20jhrigen Geschichte geschrieben hat und ist mir persnlich etwas zu monoton ausgefallen. "What Happens Now" fragt schlielich, was materieller Wohlstand eigentlich wert ist, wenn man am Ende seines Lebens angelangt dem Tod ins Auge blickt. Und berhaupt: Was passiert dann? Auch Steve Wilson wei es nicht. Entsprechend der spirituellen Thematik ist auch die Instrumentalisierung des Songs ausgefallen: Im Intro treffen sphrische Synthies auf Bongos, zu denen sich erst verhaltene, dann jedoch immer virtuosere Gitarren- und Schlagzeuglinien gesellen.
Wer kann, der kann. ber zu kurze oder zu wenige Instrumentalstrecken auf der CD wird nach dem Genuss dieser vier Songs wohl kaum jemand meckern. "Nil Recurring" bietet Freunden anspruchsvoller Musik erneut ein wunderbares und technisch perfekt inszeniertes Hrerlebnis. PORCUPINE TREE halten also ihr Niveau, von Abzocke kann keine Rede sein. Fans, welche das Scheibchen bisher noch nicht besitzen, haben etwas nachzuholen!
   
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