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24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

HEAVEN SHALL BURN - Iconoclast
Band HEAVEN SHALL BURN
Albumtitel Iconoclast
Label/Vertrieb Century Media
Homepage www.heavenshallburn.de
Verffentlichung 28.01.2008
Laufzeit 58:10 Minuten
Autor Christoph Fllenbach
Bewertung 14 von 15 Punkten
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Normalerweise geht es bei HEAVEN SHALL BURN ja um Frieden und Weltverbesserung, aber dieses Album ist ein verdammter Panzer, der alles zerlegt was sich ihm in den Weg stellt. Wenn es noch eine Steigerung von 'am Druckvollsten' gbe, hiee sie HSB. Das, was hier aus den Boxen kommt, ist ein bis zur Perfektion ausgefeilter Ballermann. Typisches flackhnliches Doublebassgeholze gepaart mit sgenden Gitarrenriffs, die von den tiefsten Tiefen in "Against All Lies" bis hin zu hheren Klngen in "Endzeit" reichen. Die Stimme von Markus scheint nicht mehr ganz so arg gedoppelt zu sein wie auf "Deaf To Our Prayers", aber man merkt, dass der Mann hinter dem steht, was er einem da auf keifende und rhrende Weise erzhlt. Das bringt mich zu einer Sache, die mir bei den fnf Ostmnnern besonders gefllt:
Metalcore/Hardcore hat ja immer was mit Attitde zu tun, doch bei vielen Bands heutzutage scheint das eher Mittel zum Zweck geworden zu sein. Hier wird nicht einfach von Problemen gesungen, sondern sie werden benannt und deutlicher angesprochen. Die Herren beschftigen sich intensiv mit den Themen, da kann man dann textliche Wiederholungen wie 'Betrayed By Their Own Leaders' bere mehrere Platten hinweg getrost akzeptieren. Ich will nur einzelne Songs rausnehmen, da es sonst ins Bodenlose ufern wrde. Ein typisches HEAVEN SHALL BURN-Album mit wenigen, aber dennoch vorhanden Neuerungen. Teilweise rockiger sind sie geworden, zumindest im Refrain mancher Songs, die Strophen zeigen den typischen Krachmann, den sie bekannterlicher Weise sehr gut beherrschen. Mit "Black Tears" wird zum ersten Mal auch ein Coversong, im Original von EDGE OF SANITY, verffentlicht, welcher stark an frhe IN FLAMES-Geschichten erinnert, sei es vom Gesang oder vom Sound, der eine gute Mischung aus Punk und Metal darstellt. Ein weiteres erstes Mal gibt es auf dem Album mit "Atonement", einem instrumentalen Stck, welches durch vorhergehendes Outro deutlich vom eigentlichen Longplayer getrennt ist. Was genau damit gezeigt werden soll, ist mir eher unklar, da er sich nur mit fehlendem Gesang vom Rest unterscheidet. berrascht hat mich auch der Diskobeat von "Murderers Of All Murderers", witzige Idee, jedoch ohne sich mir erschlieende tiefere Bedeutung. In- und Outro sind wieder von OLAFUR ARNALDS gestellt und passen herrlich ins Bild von der besungen Endzeit.
Alles in allem das, was ich als Nachfolger von "Deaf To Our Prayers" erwartet habe; noch schneller, noch brutaler, NOCH besser. Die getrageneren Parts auf frheren Verffentlichungen werden langsam zugunsten von wirklich ruhigen Parts ausgetauscht. Vielleicht auf kommenden Sachen noch ein paar mehr Riffs der neuen Art, wobei es ja eigntlich heit: "Never change a running system", sollten sie doch entscheiden, was sie tun. Apropos kommende Sachen: "Iconoclast Part I" ist der komplette Titel der CD. Will heien, der geneigte Hrer kann sich auf einen zweiten Teil herrlicher Musik freuen.
Fr jeden und zwar wirklich jeden, der auch nur ansatzweise etwas mit der Musikrichtung zu tun hat, ist das Album ein absoluter Pflichtkauf. Wer auf Geholze mit etwas mehr dahinter steht, sollte auch zugreifen, auerdem die Leute, die nicht auf stupide Texte stehen, sondern es begren, wenn die Band hinter dem steht, was sie sagt. Denjenigen unter euch, die auf dem Wacken '07 live dabei waren, sei die Limited Edition ans Herz gelegt, mit beiligender DVD des Spitzen-Auftritts.
   
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