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DEGRADEAD aus Stockholm (deren Wortspiel im Bandnamen mir Schnarchtüte erst gerade aufgefallen ist) sicherten sich mit ihrem Demo "Death Row" die Aufmerksamkeit von IN FLAMES' Jesper Strömblad. Besagter lud die Mannen flugs in die IF Studios, um das Debüt "Til Death Do Us Apart" zu produzieren. Erst ein zweiter Blick ins Infoschreiben offenbart dann, dass er lediglich als Co-Produzent mit von der Partie war, aber ein bisschen Namedropping hat ja noch keinem geschadet. Was also macht eine Band aus Stockholm unter diesen Vorzeichen? Richtig, Death Metal der melodischen Bauart. So weit wie Mr Strömblad zu gehen und vollmundig von der "Zukunft des Metal" und dem "wichtigsten Release des Jahres" zu schwadronieren würde ich zwar nicht, dennoch haben DEGRADEAD vieles richtig gemacht. Schmucke Harmonien treffen auf thrashig angezackte Riffs, was modern verpackt und mit ein paar wenigen elektronischen Einsprengseln durchaus zündet. Die Technik haben die Herren drauf und das Songwriting, das sich nicht selten am klassischen Strophe-Refrain-Prinzip orientiert, stimmt auch. Einen echten Ohrwurm wie der Opener "Genetic Waste" ist den Schweden zwar nur einmal gelungen, dennoch haben die Songs durchweg einen hohen Wiedererkennungswert. Zu den Genre-typischen, eigentlich unspektakulären Screams kommen, oh Wunder, ein paar klare Einlagen, die DEGRADEAD bisweilen in die Nähe von GARDENIAN auf ihrem zweiten Album rücken lassen. Richtig gut funktioniert das in besagtem Opener, wo beide Gesangsstile gleichzeitig aufgefahren werden, während es an anderer Stelle ein wenig zu sehr nach Schema F gestrickt klingt. Nach dem schönen akustischen Titeltrack zum Schluss bleibt mit "Til Death Do Us Apart" ein Album zurück, das zwar nicht die Offenbarung ist, die Jesper prophezeit hat, aber dennoch gute Unterhaltung für Freunde der schwedischen Melodie bietet. |
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