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12. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

PSYCHO LUNA - Göttin
Band PSYCHO LUNA
Albumtitel Göttin
Label/Vertrieb Black Bards Entertainment
Homepage www.psycholuna.de
Veröffentlichung 26.10.2006
Laufzeit 52:12 Minuten
Autor Christian Schäfer
Bewertung 3 von 15 Punkten
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Mannmannmann!! Es gibt Tage, da meint's der Teufel böse mit den Menschen. Der Regen hört nicht auf, der Kühlschrank ist mal wieder leer, die Nacht war zu kurz, kein Bock auf Arbeiten- soweit kennt das wohl jeder.
Für den CD-Criticus gibt's jedoch noch eine Zugabe: er bekommt -nichts Schlimme(re)s ahnend- den passenden Soundtrack zu einem ohnehin miesen Tag geliefert. In meinem konkreten Fall "Göttin" von PSYCHO LUNA.
Sorry, liebe Freunde des Mondes- bei aller gebotenen Distanz zwischen meiner persönlichen Verfassung und Eurer Musik- was habt Ihr Euch hierbei eigentlich gedacht? Okay, Konzeptalbum. Über ein getrenntes Paar, warum auch nicht. Keine so ganz frische Idee, kann bei origineller Umsetzung aber durchaus seinen Reiz haben. Hat es im Fall von "Göttin" aber leider nicht. Liegt vielleicht daran, dass ich mit poppigem 80er-Wave nichts anfangen kann. Daran ändern auch großzügige Selbstein- und überschätzungen wie "PSYCHO LUNA verbinden gekonnt und in einer einzigartigen Weise Gitarrenmusik, Popelemente, Gothic, Wave und vereinzelt mittelalterliche Nuancen- sie führen diese Stile zu einer geballten Gesamtmasse zusammen, wobei der explosive Rocksound eindeutig im Zentrum dieser Produktion liegt" nichts.
Weil ich diesen herrlichen Infotext aber so klasse finde, hier gleich noch die Beschreibung zu PSYCHO LUNAs Texten: " (...) - stand nicht einmal in jedem von uns die hierarchische Ordnung des Geistes gegen die geballte Emotion: Liebe? Der Krieg der Götter tobt auch in uns. Während die Göttin mit ihren verschiedenen Gesichtern, der Geliebten, der Todesbotin und der Mutter immer wieder interagiert, bereiten sich auf anderen Bewusstseinsebenen, in Paralleluniversen, vielleicht auch tief in unserem Ich zahlreiche Heere und Armeen auf die Konfrontation vor- hörst Du es? Hörst Du das Rauschen der Blätter?" - für die, die's nicht kapiert haben: hier geht es -wie ich vermute- um einen Grundgedanken der Psychoanalyse, den Kampf zwischen Es (den bösen Trieben) und Über-Ich (dem Gewissen). Nun, an dieser nicht ganz einfachen Thematik haben sich schon mehr Leute die Zähne ausgebissen, aber selten hat es jemand so konsequent getan wie PSYCHO LUNA.
Besagte Presseinfo zählt als Einflüsse unserer düsteren Freunde THE CURE, MARILYN MANSON, HIM und- Rio Reiser (!?) auf. Fans der genannten Bands können ja mal ein Ohr riskieren, empfehlen kann ich es allerdings nicht. Die Erwähnung eines Mannes wie Rio Reiser ist in diesem Zusammenhang schlichtweg eine Sauerei! Drei Punkte, weil einer von Euch von diesen genialen Musiker, Dichter und Denker gehört hat. Für die Platte verdient Ihr drei weniger.
   
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