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22. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

OBLIGATORISK TORTYR - Aterförödelse
Band OBLIGATORISK TORTYR
Albumtitel Aterförödelse
Label/Vertrieb Power-It-Up Records
Homepage www.obligatorisktortyr.com
Alternative URL www.myspace.com/obligatori...
Veröffentlichung 23.11.2007
Laufzeit 40:00 Minuten
Autor David Lang
Bewertung 13 von 15 Punkten
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Während ich noch gierig nach der neuen Rotten Sound lechze, kriege ich vollkommen unverhofft einen akustischen Vorschlaghammer zwischen die Augen, der mir die Freudentränen in die selbigen treibt. Obligatorisk Tortyr nennt sich der Grund für zukünftig sabbernde Death / Grind-Jünger aller Herren Länder... wage ich jetzt einfach mal zu behaupten. Das Göteborg-Trio schafft es nämlich mühelos selbst mich alten Nörgelkopp vollends zu überzeugen. Von der ersten Sekunde an hatte das Krawall-Kommando mich mit seinem High Energy Gebräu im Sack, und das nicht zuletzt dank einer enorm fetten (UND dreckigen) Produktion, die auch bei Death Metal Fans keine Wünsche offen lassen sollte. Was aber macht die Band denn nun soooo besonders, dass Monsieur offensichtlich im Dreieck springt. Will es mal so formulieren: viele Grindcore Bands verwechseln tiefes Harmonizer-Gegrunze mit Brutalität oder Aggression, viele Grindcore Bands scheißen scheinbar auf Sound und viele Grindcore Bands haben sterbenslangweilige Riffs. Dem Großteil, also dem totalen Underground kommt es nur auf das richtige "Feeling" an. Die Atmosphäre muss stimmen. Wie bei jeder anderen Musikrichtung auch, muss ich hier (für mich!) jetzt mal eins loswerden: ganz große, gequirlte Kinderkacke!!! Über die Soundgeschichte kann man wohl noch streiten, aber spätestens bei den Riffs, den Breaks und den gesamten Arrangements trennt sich doch die Spreu vom Weizen. Hier kommen Obligatorisk Tortyr ins Spiel, denn all das was ca. 90% der Grindszene abgeht vereinen die bekloppten Schweden auf "Aterförödelse" zu einem Extrem-Metal Cocktail, der genau diesen Prozentsatz an die Wand klatscht. Wer sich schon immer mal einen Bastard aus Grind, Death, Crust, Punk und Thrash geben wollte, der zudem nicht altbacken klingt... ZUGREIFEN! Pig Destroyer seien einfach mal als Referenz, gerade in Sachen Abwechslungsreichtum, genannt.
   
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