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17. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

VON BRANDEN - Scherben
Band VON BRANDEN
Albumtitel Scherben
Label/Vertrieb Greyfall
Homepage www.vonbranden.de
Alternative URL www.myspace.com/vonbranden
Verffentlichung 30.11.2007
Laufzeit 50:53 Minuten
Autor Andre Kreuz
Bewertung 11 von 15 Punkten
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VON BRANDEN klingen mit ihren Mitgliedern Solarian von Branden am Gesang, Vestriz von Mesopotamien an der Gitarre, dem Bass und ebenfalls dem Gesang und Arminius von Theesfeld am Schlagzeug und am Schifferklavier wie eine Art Gothic-Metal/Rock-Rollenspiel.
Die Dynastie wurde dabei erst im Frhjahr 2004 gegrndet, wonach man den Adel mit den beiden Demos "Behind The Rain" und "Ignoranzkult" krftig aufmischte.
"Scherben", das erste offizielle Werk der Blaublter, hat sich die Einheit von Text und Musik zur Aufgabe gemacht, in der Antworten auf tiefschrfende Fragen zu finden sind, die aber nicht zu artikulieren sind.
Das gestaltet sich musikalisch grob charakterisiert im erwhnten Gothic Rock/Metal-Umfeld, in dem keine neuen Hrtegrade aufgestellt werden. Vielmehr wird von Herzen und mit Inbrunst musiziert, whrend man gefhrliche Riffe aus Kitsch und Klischee meilenweit umschifft. Der Opener "Behind The Rain" gefllt mit dem Einsatz eines Cellos im erdig riffenden Metal-Umfeld. Dazu stoen sehr variable Vocals, die alles von fiesestem Gegeifer Marke EISREGEN ber derbe Growls und klare Passagen abdecken. Sehr traurig und mit einem latenten Hang zur Klassik durchzogen wird hier die Messlatte schon mal hoch angesetzt. In "Scherben" setzt derweil ein dsterromantisches Saxophon ein, das dem mehrstimmig auf Deutsch vorgetragenen Stck in seinem bedchtigen Gewand den letzten Schliff verpasst. Eines der Highlights ist dann der "Ignoranzkult", in dem man schnem Frauengesang lauschen darf, der in den eingngigen Refrains vom Gegrunze des Sngers kontrastiert wird. Dazu eine gefhlvolle, klar angespielte Gitarre und fertig ist ein depressives Stck Musik erster Kajte. Nach dem rhythmischen Zwischenstck "Bitter Lies In Pure Dismay" folgt mit "Vergessen" eine weitere zutiefst hoffnungslose Hymne, die den umgarnten Hrer mit gelungenem klaren Gesang und Pianoklngen zu Grabe trgt. "Zwischen Welten" mit seinen flchigen Keys ist dann im Midtempo etwas schwcher (weil eher unspannend) ausgefallen, was durch das rockigere "Consuming Life", in dem auch das Saxophon noch einmal auftaucht, wieder wett gemacht wird. Nach "Elend" folgt noch ein Cover: Tori Amos' "Winter" wird passend zur Scheibe von der Band in ihrem ureigenen Stil interpretiert.
VON BRANDEN legen mit "Scherben" eine beachtliche Dosis Dsternis vor, die Genregrenzen sprengt und gerade fr ein Debt ungemein eigenwillig und kompositorisch stark da steht. Beide Daumen hoch!
   
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