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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

MANDRAKE - Mary Celeste
Band MANDRAKE
Albumtitel Mary Celeste
Label/Vertrieb Greyfall
Homepage www.mandrake.de
Verffentlichung 30.11.2007
Laufzeit 59:04 Minuten
Autor Andre Kreuz
Bewertung 8 von 15 Punkten
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"Mary Celeste" ist das dritte Album der deutschen Gothic-Metaller MANDRAKE und mein erster Kontakt mit deren Schaffen. Optisch schn umgesetzt hat man sich der Geschichte eines der berhmtesten Geisterschiffe - eben der "Mary Celeste" - angenommen, dessen Mysterium um die verschwundene Crew bis heute ungelst ist und wohl fr immer ungelst bleiben wird.
Erffnet wird der gut produzierte Silberling mit dem Titeltrack, der modernen Gothic Metal mit ordentlich bratenden Gitarren und einem modernen Schlagzeug-Beat Marke sptere THEATRE OF TRAGEDY bietet. Genau wie das folgende, schwermtig und dennoch mit Black-Metal-Anleihen verzierte "Crystals Of Forgiveness" hat man hier zwei echte Ohrwrmer geschaffen, die man immer wieder gerne anspielt. Trumerisch und mit dsteren Melodien durchzogen, die auch PARADISE LOST gut stehen wrden, geht danach auch "Fragile" schn unter die Haut. Sptestens hier wird klar, dass Birgit am Gesang ein Pluspunkt fr MANDRAKE ist, da sie selbstbewusst und ohne auf Szenegren zu schielen die Songs interpretiert. Der mnnliche Konterpart, der etwa bei "Forgiven" zu hren ist, kann da nicht ganz mithalten, dafr ist er zu zgerlich geraten.
berhaupt setzt bereits hier eine sehr bedauerliche Kehrtwende auf einem Album an, das verdammt stark erffnet hat. Denn nach den ersten vier Stcken wird der Spannungsbogen immer weiter abgebaut, die Songs immer belangloser. Ein weiterer klarer mnnlicher Gesangspart in "Masquerade" oder das hauptschlich von Piano-Klngen und Birgits Gesang getragene "Sweet Desolation" reien das Boot mit Blick auf Langweiler wie "Moments" und "Life's Last Shore" leider nicht mehr rum. Genauso wenig wie die quer auf der CD verteilten Samples, die wohl aus einem Film stammen oder die abschlieende Piano-Ballade "Paralyzed". Irgendwie scheinen MANDRAKE die Ideen ausgegangen zu sein, denn zndende, mitreiende Songs klingen definitiv anders.
Knapp die Hlfte der Stcke (nmlich die am Anfang) auf der "Mary Celeste" sind tatschlich die erste Liga, die einem im Infoschreiben vollmundig versprochen wird, gar keine Frage. Dafr ist der Rest aber bestenfalls im Mittelfeld der zweiten Liga am kmpfen - ein Eindruck, der sich auch nach zig Durchlufen nicht aufpolieren lsst. Wirklich schade das.
   
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