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Zuerst war die Freude: die neue NECRODEATH! Dann kam der Zweifel: Die Scheibe heißt "Draculea" - ein Konzeptalbum über Vampire. Gähn. Nicht schon wieder über die Blutsauger. Nun gut, erstmal mit der Platte in den CD-Player rein und hingelauscht. Zuerst garnt mich ein unheimliches, düsteres Intro mit weiblichem Sprech-Gesang ein und bereitet mich auf das folgende Inferno vor: Das erste Liedchen hört auf den Namen "Smell Of Blood" und ich kriege den Chorus dieses brachialen Meisterwerks voll herrlichstem Death- /Thrash Metal nicht mehr aus den Ohren. Geballer allererster Güteklasse mit unendlich vielen Details, eingängig und mit unerwartetem Tiefgang. Bei "Party In Tirqoviste" geht es deutlich ruhiger weiter, mit viel Doom; tonnenschwer und melancholisch - einer meiner Favoriten des Klangwerks. Bei "Fragments Of Insanity" ist dann allerdings endgültig Schluss mit lustig - hier kommt mir eine wahre Thrashgranate aus den Boxen entgegen gedonnert, die mir keine Zeit zum Atmen lässt. Geil! Der Titelsong folgt. Nach einem fast dreiminütigem (!) Intro geht der Song im Midtempo über die Bühne. Nicht atemberaubend, aber auch nicht schlecht. Mit "Countless Bathory" folgt der unbekümmertste Song des Albums, mit völlig überraschender Punk-Attitüde und zum Mitgrölen. Eine gelungene Auflockerung zwischen all der drückenden Finsternis. Das folgende "The Golden Cup" fängt ganz gemach an und steigert sich zu einem schwerem Viech von mittlerer Geschwindigkeit. Auch kein Brüller, aber auch kein wirklicher Durchhänger. Beim vorletzten Song ("Impaler Prince") zieht noch mal Geballer auf und NECRODEATH verkloppen mir ordentlich die Ohren mit einer weiteren Bombe der Marke "komplex und brutal". Zum Schluss folgt ein Outro, das den Grundgedanken des Intros aufgreift und ein langsam kriechendes Biest von Song daraus kreiert und "Draculea" gelungen abschließt. Im Großen und Ganzen beanspruchen NECRODEATH mit ihrer neuen Scheibe nicht den Thron der musikalischen Brutalität für sich, glänzen dafür aber mit raffiniert arrangierten Kompositionen, die ihren ganz eigenen Charme versprühen. Ich finde, so gut hat bisher noch keiner im Extrem Metal-Sektor das eigentlich ausgelutschte Vampirthema vertont, außer vielleicht CRADLE OF FILFTH. Aber das ist noch ein ganz anderes Thema... |
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