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11. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FREEVIL - Freevil Burning
Band FREEVIL
Albumtitel Freevil Burning
Label/Vertrieb Nastified Productions
Homepage www.freevil.se
Verffentlichung 01.11.2007
Laufzeit 44:14 Minuten
Autor Andre Kreuz
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Nackte, blutberstrmte Alte frisch vom Piercing-Huber aufm Cover, das kann ja heiter werden. Vollmundig preist das Infoschreiben die nchte Sensation im Metal an, Vorhang auf fr die die Metal- und Wort-spielenden FREEVIL!
Aus der Asche von DENATA entstanden schleppte Roger Blomberg zusammen mit Tomas Andersson (und Dieter Bohlen, wahaha...) noch Mique Flesh (ex WITCHERY, SEANCE) ran, um im Studio HellSmell das Debt "Freevil Burning" einzuspielen. Das hat - zusammen mit dem Mastering von Peter In de Betou (u.a. DIMMU BORGIR, MARDUK, DARK FUNERAL) schon mal fr einen amtlich fetten Sound gesorgt, die Platte kracht wahrlich brachial aus den Boxen. Insgesamt ist der Sound aber fast schon zu glatt geworden, besonders die Drums klingen arg berproduziert.
Musikalisch wird der Metal-Olymp zwar noch nicht im Alleingang bernommen, beachtlich ist dieses Debt aber allemal. "Deathblow", der Opener, zeigt direkt die Mannigfaltigkeit und den Einfallsreichtum der Schweden, scheinbar mhelos gelingt hier der Spagat zwischen poppigen Vibes und derbem Death-/Thrash-Getrmmer. Dazu gesellen sich schnell die immer wieder in allen mglichen und unmglichen Arten agierenden Synthies, die in diesem Falle mal spacig und mal arg im 70er-Style tnen. Am Ende von "Live The Lie" gibt es dann gar eine Quetschkommode, whrend der elektronische Part sonst auch gerne in sphrisch-flchige oder melancholisch-akzentuierende Gewnder schlpft. An der Gitarren-Front herrscht neben den erwhnten Liebugeleien mit der harten Gangart ein durchweg rockiger Grundton, der dem Album gut steht und einen zum Mitwippen animiert. Bestes Beispiel: "Hate" mit seinen coolen Leads. Hier gibt es auerdem seltsam verwaberten Klargesang von sowohl mnnlicher als auch weiblicher Seite zu entdecken, wobei man sich den Frauen-Part absolut htte schenken knnen. Ansonsten sind die Vocals in der Nhe von hysterischem Black Metal gehalten, ohne aber zu extrem zu werden. Wenn man sich ANNIHILATOR auf dem Black-Metal-Trip vorstellt, bekommt man einen ganz guten Eindruck. "Toxicated" ist recht thrashig gehalten und integriert ein paar derbe Growls, wonach "Bob" neben dem Opener das Highlight markiert. Arschtretend und stampfend bleibt besonders der eindringliche Refrain mit Langzeitwirkung im Gedchtnis hngen.
Bleibt als Fazit festzuhalten, dass FREEVIL mehr als nur einen (Klischee- und Blut-triefenden) Blickfang auf dem Albumcover und einen interessanten Bandnamen haben, sondern bereits auf dem Debt eigenstndige, eingngige und nicht leicht zu kategorisierende Mucke machen knnen. Wer's sowohl hart als auch rockend mag und nicht immer alles nach Schema F braucht, sollte mal reinhren.
   
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