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Kann man eine Band wie BLUT AUS NORD objektiv bewerten? Nachdem mich vor nicht mal einem Jahr "MoRT" an den Rand des Wahnsinns getrieben hat und jetzt bereits der Nachfolger "Odinist: The Destruction Of Reason By Illumination" meine Anlage malträtiert kann ich mit ruhigem Gewissen behaupten: Man kann es nicht!
Denn ähnlich dem Vorgänger kann man die postapokalyptischen Sound-Landschaften dieses schrägen Unikums nicht mit weltlichen Adjektiven als "gut" oder "schlecht" abstempeln. Auch wenn der Wirrheits-Faktor auf "Odinist" leicht zurück gegangen ist, ist auch das neueste Werk aus dem Hause BLUT AUS NORD wieder maximal schwer verdaulich und wird jeden, der nicht zumindest einen latenten Hang zum Obskuren hat, in Rekordzeit in die Flucht schlagen. Wieder ist die Basis, schemenhaft und bis zur Unkenntlichkeit entstellt, perfider Black Metal, der ein weiteres Mal durch völlig kranke Rhythmik, wahnwitzige Kombinationen aus vereinzelten Leads, und scheinbar völlig woanders rumsägenden Riffs geprägt ist. Dazu der außerweltliche, gehauchte Keif-Gesang mit massig Hall, der sich auch nicht wirklich um die Songstrukturen um ihn herum zu kümmern scheint. Alles wirkt schief, daneben und total verzerrt - und passt auf einer unterschwelligen Ebene doch irgendwie zusammen. Mitunter kristallisieren sich in den im schleppenden Tempo vorgetragenen Stücken gar wiedererkennbare Motive heraus, die man wie bspw. in "A Few Shreds Of Thoughts" gierig aufsaugt.
Verstörend, morbide, nervenaufreibend und definitiv nicht von dieser Welt, das ist BLUT AUS NORD. Mit "The Cycle Of The Cycles" wird dem Titel entsprechend im Outro der Bogen zum Intro geschlagen, ich für meinen Teil bin aber mal wieder für's erste bedient. |
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