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Der Herr Brockmann ist ja schon ein echtes Multitalent. Jegliches zu hörendes Instrumentarium auf seinem zweiten Werk "Expected Errors" stammt allein von ihm; und obendrein noch die Gestaltung des Covers. Allerdings kann man sich hier nun streiten, ob er das nicht vielleicht jemanden vom Fach hätte überlassen sollen. Schieben wir es einfach mal in die Schublade "Geschmackssache", ähem. Klar handelt es sich bei dieser Platte um ein Solo-Album eines Gitarristen und da gibt es - natürlich - überwiegend Gitarren zu hören; Gesang hingegen überhaupt nicht. Solche Sachen sind eigentlich nie wirklich nach meinem Geschmack, da mir das angeberische Rumgedudel spätestens nach dem zweiten Stück tierisch auf die Nerven geht. Nicht so bei Steve! Seine Songs haben greifbare, einprägsame Strukturen, Melodien zum Mitsummen und Feuer im Arsch. Ein Gesang vermisst man beim Hören gar nicht. Und das Beste für unsere Gattung: Herr Brockmann schießt sein Werk in die Ecke Hard Rock/ Heavy Metal und einige Sachen hören sich teils recht vertraut an. Hier mal ein Fragment im Stile von IRON MAIDEN, hier ein bisschen DEEP PURPLE, Attacken mit der Double-Base, dann wieder groovendes Gerocke. Nicht zu vergessen diese vielen atemberaubenden Soli, filigran und detailverliebt ohne Ende. Zwar hinken ein paar wenige Lieder einigen anderen qualitativ hinterher (z.B. das langsame, zähe "Without Remorse"), dafür werden wir aber durch so episch-kraftvolle Nummern wie "Safety Procedures", punkig angehauchte Sachen wie "Fernwright's Lunchbox" und verträumte Nummern wie "The Aspirant" entschädigt. Wer auf die Werke von Solo-Gitarreros steht, sollte hier unbedingt mal reinhören. Und wer sich nicht an dem fehlenden Gesang stört und sich an erhabenen Melodien laben möchte, ebenfalls. Daumen hoch für Steve! |
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