Navigation
        
21. Mai 2013 - Uhr
 
Startseite Die Geschichte von MY REVELATIONS Verlosungen News Das Neuste auf MY REVELATIONS Konzertdatenbank CD Reviews DVD Reviews Film Reviews Live Reviews Lesestoff Die Kolumne Interviews Die schlimmsten Cover aller Zeiten! Die schlimmsten Poser wo gibt! My Revelations @ Facebook YouTube-Channel Kontakt Das Team von MY REVELATIONS Links zu Metal bezogenen Websites Radiosender Links zu Liveclubs Links zu Festivals Link zu uns

11301 Reviews in der Datenbank
NEAERA - Armamentarium
Band: NEAERA
Albumtitel: Armamentarium
Label/Vertrieb: Metal Blade Records
Website: www.neaera.com
Alternative URL: www.myspace.com/neaera
Veröffentlichung: 24.08.2007
Laufzeit: 52:58 Minuten
Autor: Pierre Lorenz
Bewertung: 14 von 15 Punkten
>> Als E-Mail versenden
>> Bei Amazon.de bestellen!
Sind das wirklich noch NEAERA? Was zur Hölle sind das für Riffs? Und was sitzt da plötzlich für ein Tier hinterm Schlagzeug? Die Münsteraner wagen hier einiges, denn "Armamentarium" ist, die Lyrics mal außen vor gelassen, ein lupenreines Melodic Black Metal Album geworden. Diese musikalische Radikalisierung wäre insofern vielleicht erahnbar gewesen, als dass die Musiker sich live und auf Pressefotos in den letzten Monaten immer öfter mit Fanshirts skandinavischer Extremkapellen bekleidet zeigten. Zweifelsohne gehörten NEAERA nie zu jenen Gruppen, denen der abgedroschene Begriff Metalcore voll und ganz gerecht wird. Seit die Westfalen 2004 ihr erstes Demo rausbrachten, liegt ihnen die Musikpresse auf Grund des eigenständigen Sounds und ihres stets sympathischen Auftretens zu Füßen. Dennoch: Einen derartigen Donnerschlag hatte ich nicht erwartet. Verglichen mit "Armamentarium" sind "Let The Tempest Come" und "The Rising Tide Of Oblivion" ja die reinsten Party CDs. Der eingängige Titeltrack an Startposition 3 sowie das anschließende "Synergy" erinnern mich noch am ehesten an die 2 Vorgängeralben. Im übrigen Material aber gibt sich die Band um Shouter Benjamin so brutal und desillusioniert wie nie zuvor und fährt dabei einen Produktionssound auf, der Köpfe sprengt. Die Neuerungen sind nicht von der Hand zu weisen, sie zeigen sich im Riffing und Drumstil ebenso wie in Screams und Growls: Einfach alles ist aggressiver und düsterer geworden. GORGOROTH, AMON AMARTH und BEHEMOTH stehen hinter allen Ecken. Es ist ein (Alb-)Traum.
So verschwimmen hier nun kurioserweise die Grenzen zwischen 2 Genres, von denen das eine für Gesellschaftskritik und konsequenten Lebensstil steht, während das andere in den Medien hauptsächlich über rassistische Provokationen und sonstige Skandale wahrgenommen wird. NEAERA schlachten Black Metal zum Glück nur musikalisch aus, die Inhalte bleiben Hardcore. Herausgekommen ist ein Bastard ohne gleichen.
Liebe Leute, kauft "Armamentarium"! Ihr werdet es nicht bereuen. Die Limited Edition enthält zusätzlich eine Live DVD, welche am 19. Mai im Triptychon Münster aufgezeichnet wurde.
   
<< vorheriges Review
ATREYU - Lead Sails Paper Anchor
nächstes Review >>
SVARTAHRID - Sadness And Wrath




 Weitere Artikel mit/über NEAERA:




Zufällige Reviews