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17. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

LITTLE DEAD BERTHA - Way Of Blind
Band LITTLE DEAD BERTHA
Albumtitel Way Of Blind
Label/Vertrieb Stygian Crypt Productions
Homepage bertha-music.narod.ru
Verffentlichung 10.06.2006
Laufzeit 52:17 Minuten
Autor Andre Kreuz
Bewertung 11 von 15 Punkten
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LITTLE DEAD BERTHA mit dem schier unglaublich beknackten Bandnamen starteten bereits 1994 in Russland ihre metallischen Umtriebe, damals im Thrash Metal samt landessprachlichen Vocals verankert. Schnell nderte man aber die musikalische Ausrichtung, so dass neben einem Keyboard eine Violine mit an Bord genommen wurde. Der Gesamtsound wandelte sich ber die MCs "In Memorium Premortis" (1998) und "Two Sides..." (2000) ber die CD "Light And Shadows" (2003) zum nun vorliegenden Album "Way Of Blind" zum Doom/Melodic Death mit Gothic-Anleihen. So startet das jngste Kind im Hause der dicken - pardon - toten Bertha mit zerbrechlichen Violinen-Klngen, die im klaren Soundgewand schn in das Album einleiten. Es folgen in Tempo und Aggressionslevel wechselhafte Songs, die durch Growls, gelegentliches Gekeife und Prgel-Ausbrche mit rasenden Gitarren sowohl Bereiche des Death als auch des Black Metals abdecken. Basis ist aber erwhnter Mix aus Doom und Gothic, so dass die Songs durchweg theatralisch und melancholisch aus den Boxen tnen. Vom Kitsch ist man meilenweit entfernt, da smtliche Lieder durchweg heftig gehalten sind. Die flchigen Keyboards steuern dezent und immer dem Metall-Korsett dienend einiges an Atmosphre bei, was man vom gelegentlich verwursteten Frauengesang nicht gerade behaupten kann. Svetlana beschrnkt sich leider auf "Ah-ah-ahahahaa"-Getrller, das vollkommen berflssig ist. Schade eigentlich. Absolutes Highlight der durch die Bank weg wohltnenden Platte ist das mittig platzierte "My Evil Wish", das neben garstigen Black Metal-Tobsuchtsanfllen vor allem durch die filigran gezupften Gitarren nachhaltig hngen bleibt und durchaus Ohrwurm-Qualitten hat. Abgerundet wird die CD, die eigentlich nur den grandiosen Bandnamen und einige Parallelen zu bekannteren Szenehasen als Manko hat, von der Neueinspielung des 94er Songs "Requiem".
   
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