Navigation
                
19. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

UNLEASHED - Hells Unleashed
Band UNLEASHED
Albumtitel Hells Unleashed
Label/Vertrieb Century Media
Homepage www.unleashed.nu
Verffentlichung 2002
Laufzeit N/A
Autor Andre Kreuz
Bewertung 11 von 15 Punkten
>> Als E-Mail versenden
Mal ehrlich: Wer hätte nach dem eher mittelprächtigen "Victory" - Album und dem (wohl zu recht) größtenteils ignorierten "Warrior" - Scheibchen noch mal ernsthaft mit UNLEASHED gerechnet!? Ich jedenfalls nicht. Umso erstaunter war ich denn, als sich der neue Silberling der Schweden in meinem Player zu drehen begann, ein Hammer vor dem Herrn ist "Hell's unleashed" geworden!!! Klar, ein zweites "Shadows in the Deep" haben die Jungs nicht verbrochen, aber das wäre erstens zuviel verlangt und zweitens ist es doch eigentlich ziemlich langweilig, um nicht zu sagen arm, sich selbst zu kopieren. Dennoch hört man vom ersten Ton des neuen Albums an, mit wem wir es hier zu tun haben. Einige Änderungen haben sich aber auch eingeschlichen, wenn diese auch eher zurückhaltend ausfallen. So hat sich unser liebes Death-Metal-Pummelchen Johnny mittlerweile fast gänzlich vom tiefen Grunzgesang verabschiedet und klingt heuer wie eine dreckige Mischung aus Tom Warrior und Cronos. Das tut der Mucke aber keinen Abbruch, sondern passt viel mehr wie die Faust aufs Auge. Mal abgesehen davon kam dieser Wandel, wenn man ihn so nennen will, schließlich nicht von jetzt auf gleich. Weiterer Neuzugang im Hause UNLEASHED sind die rockigen Elemente, die stärker denn je zu Tage treten. Aber keine Angst: auf solch zweifelhaften Pfaden wie zuletzt ENTOMBED oder GOREFEST wandelt die Band lange nicht! Aber ab und an schimmert doch ganz ordentlich der Spaßfaktor durch, und das ist verdammt gut so! Songs wie "Joy in the Sun", "Triggerman" und allen voran der supergeniale Opener "Don't want to be born" (bisschen spät, sich darüber noch Gedanken zu machen, oder?!) sprechen für sich selbst und dürften die wenigsten unbeeindruckt lassen. Dazu kommt, dass die Lieder allesamt recht einfach, fast schon primitiv, gehalten sind und fast immer einen eingängigen Refrain ihr Eigen nennen, so dass das mitgrölen schon beim ersten Durchlauf kein Problem darstellt. Überhaupt kommt die komplette CD unheimlich locker daher, als hätten die Jungs endlich wieder richtig Spaß an ihrem Handwerk gefunden, gute Songs kommen eben nicht von ungefähr! Natürlich gibt es auch reichlich oldschooliges Zeux ("Dissection Leftovers", "Burnt alive" etc), was man auch am Verhältnis 15 Titel / 46min sehen kann, einige Trax erreichen nicht mal die zwei Minuten Marke!
Als very special Bonus beinhaltet "Hell's unleashed" mit Lied Nr. 8 noch eine tiefe Verbeugung gen die Eingangs schon erwähnten VENOM. "Black Metal" wurde kurzerhand in "Death Metal" umgetauft, einige Zeilen etwas todesmetallisch modifiziert, und fertig ist eine Coverversion der besonderen und gelungenen Art, geil!!
Ist dieses Album nun also ein weiterer Beweis dafür, dass der Death Metal wieder auf dem Vormarsch ist, wie man ja immer öfter zu hören bekommt? Vielleicht. Fakt ist aber, dass UNLEASHED nach jahrelanger Abstinenz ein furioser Wiedereinstand gelungen ist der sich gewaschen hat! Kaufen!!
   
<< vorheriges Review
UNLORD - Lord of Beneath
nchstes Review >>
2 TON PREDATOR - Deamon Dealer


 Weitere Artikel mit/ber UNLEASHED:

Zufällige Reviews