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23. Mai 2013 - Uhr
 
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CRYSTALIC - Watch Us Deteriorate
Band: CRYSTALIC
Albumtitel: Watch Us Deteriorate
Label/Vertrieb: Thundering Records / Manitou Music / Twilight
Website: www.crystalic.net
Veröffentlichung: 06.07.2007
Laufzeit: 39:19 Minuten
Autor: Andreas Goericke
Bewertung: 9 von 15 Punkten
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Die Finnen Crystalic starteten 1998 mit der Band, nach diversen Lineup Wechseln kam man beim heutigen Personal an, welches sonst noch keine großartigen Reden von sich gemacht hat, was aber bei Skandinaviern nichts heißen muss. Die Herren wissen zu überzeugen, beherrschen ihr Handwerk hinsichtlich der Instrumente, des Songwriting und des Sounds einwandfrei.
Musikalisch kann man die Platte als Melodic Death bezeichnen, es wird ordentlich aufs Gaspedal getreten, die Songs sind immer schön im Uptempo gehalten und treiben tüchtig. Man kommt auf den Punkt, die Parts werden solide ausgereizt und nicht langweilig, gelegentlich peppt man das Ganze mal mit dem Einsatz von Akustikklampfen, mal einem Keyboard und dem einen oder anderen absonderlichen Effekt auf. Blastbeats und überflinke Double-Bass Passagen finden sich hier allerdings nicht, also eher humanes Tempo. Dennoch geht es permanent vorwärts. Als Vergleiche lassen sich hier wahrscheinlich sämtliche skandinavischen Melodiker zwischen altem In Flames und Children of Bodom heranziehen, gelegentlich versucht man scheinbar ein wenig nach Death zu klingen. Der Sänger hört sich ohnehin ein bisschen nach dem „frühen“ Chuck an, was aber ja Gott gegeben sein muss, manche Bassläufe erinnern an Cynic. Schade ist, dass deren technische Qualität und verfrickelte Spielweise leider nicht erreicht wird, meist bleibt alles recht überschau- und die Takte durch Vier teilbar, man vermisst ein paar Momente zum Wachrütteln. Melodisches Gespür muss allerdings attestiert werden, einige Kracher sind wirklich drauf! Die Soli sind klassisch und hoch orientiert, manche Lead-Stimmen sind ebenfalls mit Solo-Charakter ausgestattet, aber eben nicht so sehr im Vordergrund, sondern fügen sich herrlich in den Chorus ein. Einzig der aufdringliche Tremolo-Einsatz stört manchmal, auch ein zweiter Gitarreneffekt für diesen „Trick“ wäre ganz nett gekommen. Grundsätzlich aber eine prima Sache, besonders für Hörer, die auf Gitarrengefummel stehen. Alles in allem ein solide produziertes Album mit ordentlichem Druck, dass man sich als Fan dieser Gangart durchaus zulegen kann. In Punkto Innovation und Abwechslungsreichtum muss man leider Abstriche machen, es war alles irgendwo schon mal da.
   
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