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20. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

TULUS - Biography Obscene
Band TULUS
Albumtitel Biography Obscene
Label/Vertrieb Indie Recordings
Homepage www.40spadblad.com
Verffentlichung 22.06.2007
Laufzeit 35:00 Minuten
Autor Andre Kreuz
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Wer htte gedacht, jemals wieder etwas aus dem altehrwrdigen Hause TULUS hren zu drfen? Nach den drei Alben "Pure Black Energy", "Mysterion" und dem Beinahe-Meilenstein "Evil 1999" war seit eben jenem Jahr Ruhe, vom Doppel-CD-Re-release der ersten beiden Alben "Cold Core Collection" mal abgesehen. Stattdessen wurde aus der Asche TULUS KHOLD geboren, die deutlich rockiger und grooviger zu Werke gingen. "Gingen" deshalb, weil KHOLD mittlerweile leider Geschichte sind. Dafr wurde aber TULUS wieder reanimiert, was ein hin und her!
TULUS waren schon immer trotz ihrer fundamentalen Black Metal-Basis ziemlich eigensinnig, um nicht zu sagen schrullig. So tnt 2007, satte acht Jahre nach dem letzten Longplayer auch "Biography Obscene" reichlich verschroben aus den Boxen, wobei man durch die knarzigen, erstmals in englisch gehaltenen Vocals und das treibene Riffing direkt erkennt, wer einem da die Seele zermartert. So viel Charakter wie TULUS haben im Black Metal nur ganz wenige Bands. Auch heuer wird nicht nur die lupenreine schwarze Wurzel aufgetischt, sondern es gibt wieder allerlei eigentlich Genre-fremde Elemente zu entdecken. Eine Gastsngerin taucht so im Opener "Prelude" und im Titeltrack auf, whrend neben diesen beiden Tracks auch "Stories Untold" mit einer perfekt passenden Geige veredelt wurde. "Natal Day" und "Victim" bekommen einem melancholischen Anstrich durch zarte Piano-Klnge und "Demise" glnzt gar mit dem coolen Einsatz eines Saxophons. Musikalisch gibt es wie gehabt zumeist im Midtempo einen um die Lauscher, Ausflge nach oben oder unten bilden die Ausnahme. Alles in sich vereint beispielsweise genanntes "Victim", das sowohl prgeln als auch rocken wie die Sau kann. Auch "Chamber's Disgust" wtet bei Bedarf recht flott aus den norwegischen Wldern daher, whrend in "Allow No Light" mit verqueren Geigen und famosen Gitarren-Harmonien ein schaurig-schner Spannungsbogen aufgebaut wird.
Fazit: Der Kreis schliet sich, nach TULUS kam KHOLD, nach KHOLD wieder TULUS. Und 2007 liefern die Urgesteine genau das, was man erwarten konnte: intelligenten, eigensinnigen und dennoch rotzigen Black Metal. Wem andere Bands des Genres zu engstirnig sind, es aber trotzdem undergroundig und true im Geiste mag kann ebenso zuschlagen wie Fans der ersten Stunde.
   
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