Navigation
                
23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

LILLIAN AXE - Water Rising
Band LILLIAN AXE
Albumtitel Water Rising
Label/Vertrieb Locomotive Records
Homepage www.lillianaxe.com
Verffentlichung 29.06.2007
Laufzeit 66:53 Minuten
Autor Sabine Jordan
Bewertung 10 von 15 Punkten
>> Als E-Mail versenden
Lillian Axe aus New Orleans tourten in den 80ern mit einigen Glam-Rock-Gren wie Ratt oder Poison und verffentlichten 1988 ihr von Robbin Crosby (Ratt) produziertes Debut, das leider nicht den erhofften Durchbruch schaffte. Danach folgten einige Studioalben, die weitestgehend unbeachtet blieben, bis die Band Ende 1995 schlielich fr 4 Jahre von der Bildflche verschwand. Seitdem gab' es aber nur eine Live-CD und eine Scheibe mit bisher unverffentlichtem Material, erst jetzt kommt mit "Water Rising" ein neues Studioalbum. Allerdings ist von der Urbesetzung nur noch Lead-Gitarrist Steve Blaze - der auch das meiste der Musik und Texte von "Water Rising" geschrieben hat - mit von der Partie. Am Mikro steht seit Ende 2004 Derrick LeFevre, der mir aufgrund eines recht guten Covers von "Living On A Prayer" auf einem BonJovi Tribute Album im Gedchtnis geblieben ist und mich hier gesanglich stellenweise an Tony Martin erinnert. Alles in allem htte ich der Beschreibung und dem schrgen Cover nach entweder Glam oder Stoner Rock erwartet. Von den Glamursprngen ist hier nur sehr wenig zu hren, allenfalls ansatzweise bei Stcken wie "Until The End Of Time". Der erste Song "Waters Rising" gefllt mir aber trotzdem gleich sehr gut, bei den hrteren Riffs gehen hier Meine Assoziationen in Richtung Savatage, in jedem Fall rockt das ganze schon mal ziemlich gut. Auch "Become A Monster" kann mich mit peppiger Rhythmik begeistern. Die anderen Songs sind auch ganz ordentlich, allerdings wird es auf Dauer etwas langweilig, auch wenn gegen Ende noch Stcke, wie "The 2nd of May" auffallen. Andere Songs gehen dann aber wieder unter, wie bespielsweise in "Fields Of Yesterday", das viel zu lange ist und im Zwischenteil mit monoton klingendem, fast aufzhlungsartigem Gesang vollgestopft wird. Schade, denn der Anfang hatte mir sehr gut gefallen.
Nach einem Verweis auf die Texte, habe ich hier auch mal meine Nase reingesteckt: Fr mich wirken die Texte sehr fragmenthaft, allerdings gibt es zu jedem Song eine kurze Erklrung, welche Intention dahinter steht. Beispielsweise handelt "The 2nd of May" von einem vermissten Mdchen, laut Erklrung wird sich auf alle vermissten Menschen bezogen, man soll sich die Frage stellen, was man vermisst. Allein durch den Text htte ich diesen Rckschluss nicht gezogen und wsste auch nicht, dass das Instrumentalstck "5" den 5 ehemaligen Bandmitgliedern gewidmet wurde. Letztendlich wrde ich sagen Lillian Axe haben da ein frisches, modernes Melodic Metal Werk abgeliefert, bei dem ein paar Songs herausstechen, die meisten aber irgendwie vor sich dahinpltschern. Ich bezweifele daher, dass sie damit viel mehr erreichen als vor knapp 20 Jahren. Reinhren sollten Fans des Genres schon einmal, denn es sind wirklich ein paar geile Nummern drauf und wer es auch gerne mal etwas ruhiger mag wird vielleicht sogar mehr Spa daran haben.
   
<< vorheriges Review
SOUL TAKERS - Flies In A Jar
nchstes Review >>
THE FLOWER KINGS - The Road Back Home


 Weitere Artikel mit/ber LILLIAN AXE:

Zufällige Reviews