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19. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

SONIC REIGN - Raw Dark Pure
Band SONIC REIGN
Albumtitel Raw Dark Pure
Label/Vertrieb Metal Blade Records
Homepage www.sonicreign.de
Verffentlichung 05.04.2007
Laufzeit 40:34 Minuten
Autor Andre Kreuz
Bewertung 11 von 15 Punkten
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SONIC REIGN, das sind seit 1997 Ben am Mikro und den Strings und Sebastian an der Schiebude. Zu Beginn schimpften sich die beiden Recken allerdings noch MEGIDDO, unter deren Banner man 1999 das Demo "A Journey" fabrizierte. Seit Ende desselben Jahres fhrt man aber unter anderem wegen musikalischer Umorientierung unter dem Banner SONIC REIGN und speit alsbald die MCD "The Decline Portrait" aus. Ein damit ergatterter Deal mit Supreme Chaos Records ist aus Unzufriedenheit schnell wieder gecancelt, so dass "Raw Dark Pure" Mitte 2006 in Eigenregie eingespielt und verffentlicht wird. Krzlich haben dann Metal Blade Wind von den Mannen bekommen und sich entschieden, das bse Stck neu aufzulegen.
Denn was sich so harmlos liest offenbart sich nach dem ersten Hr schnell als absolut kompromissloses Stck Black Metal ohne Weichspl-Zutaten wie etwa Keyboards. "Modern Black Metal" nennt die Band ihren Stil, weswegen man aber keinen misratenen Bastard aus der schwarzen Schule und etwa Metalcore (beim Label knnte man ja evtl. auf diese Idee kommen) erwarten sollte. Vielmehr zollen die beiden Compadres dem ursprnglichen Black Metal der sagenumwobenen frhen Neunziger Tribut und verpassen dem ganzen dazu einen zeitgemen Sound. Durch das Mastering in Markus Stocks Studio E hat "Raw Dark Pure" ganz gewaltig an Wucht gewonnen, was sich besonders in heftig drckenden Bass-Kanonaden und den damit einhergehenden kraftvollen Basslufen entldt. SONIC REIGN sind aber viel zu sehr bedachte Songwriter, als sich in klirrenden Uptempo-Orgien zu verlieren. hnlich wie etwa sptere DARKTHRONE liebugelt man nmlich ganz gerne mit gewaltig groovenden Momenten und ballert den Hrer wie bspw. mit "The Martyr Urge" mit donnerhallenden Doublebass-Salven (untersttzt von kurzen Kanonen-Samples) in die pure Misanthropie. Sehr schn anzuhren sind im Getrmmer auch die klaren Gitarren-Parts in "Fucked Up But Glorious" (hiermit zum Titel des Monates gekrt) und die sich hinterhltig in die Gehrgnge schlngelnden Melodiefragmente von "Tyrant Blessed".
Trotz aller Abwechslung regiert auf "Raw Dark Pure" zumeist genau das: Rohe, unverflschte Energie, die sich nur allzugerne in przis gespielte Hochgeschwindigkeits-Fahrten ergiet. Aber wie gesagt eben nicht immer, wodurch die CD auch nach dauerhaftem Konsum nicht langweilt, sondern einem immer wieder neue Details im eiskalten Inferno entdecken lsst. Abschlieend bleibt positiv anzumerken, dass SONIC REIGN trotz aller transportierten Boshaftigkeit auf bermigen Gebrauch von Klischees zu verzichten wissen: Wahre Dunkelheit braucht eben nicht zwangslufig einen Fenriz oder einen Satyr, ein Sebastian und ein Ben knnen das (fast) genauso gut.

P.S.: Unter www.metalblade.de/mp3/sonicreign/rawdarkpure.mp3 gibt's den kompletten Titeltrack zum Download!
   
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