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Nach der Steilvorlage "The Black Halo" und "Epica" ist die europäisch-amerikanische Formation Kamelot natürlich in der Bringschuld und muss in den Augen vieler diese Hammeralben übertreffen. Das ist ihnen mit dem neuen Opus "Ghost Opera" nicht gelungen! Das Album hat alles was Kamelot ausmacht und wiederum eine fantastische Produktion von Sascha Paeth, kann aber die Qualität der Vorgängeralben nicht übertreffen, da es einfach nur gut ist. Nach einem Violinenintro "Solitaire" kommt der Opener und treibende Song "Rule The World", welchen ich als Highlight der Platte bezeichnen würde. Gitarrist und Bandkopf Thomas Youngblood hat schon recht, wenn er Kamelot im Labelschreiben in die Schnittmenge Power, Progressive und Gothic Metal steckt. Denn genau das decken Kamelot ab. Die Songs sind vielschichtig, voller Melancholie unterlegt mit vielen symphonischen Elementen und bedeutungsschwangeren Chören. Sänger Roy Khan erzeugt mit seiner facettenreichen Stimme verschiedenste Stimmungen und der frühere Gastmusiker Keyboarder Oliver Palotai bringt mit seinem Instrument die Band in eine musikalische Nische nahe zu den Werken von Therion. Doch auch wenn die Zutaten wie bei den Vorgängeralben sind, auch wenn wieder eine Gastsängerin Khan unterstützt, die Hitdichte ist leider nicht mehr so groß. Mir fehlen bei dem wirklich guten, vielleicht etwas kurzen Album die fetten Ohrwürmer früherer Alben: "Center Of The Universe", "When The Lights Are Down oder "March Of Mephisto" sind solche Kracher, an denen sich "Ghost Opera" messen muss und den kürzeren zieht. Trotzdem stechen Kamelot mit ihrem Werk den Großteil der Konkurrenz locker aus, aber gegen sich selbst haben schon andere Combos verloren! Die letzte, Frage die sich mir stellt ist, warum Kamelot immer so depressive Themen haben? Der Titelsong handelt von einer (fiktiven) Opernsängerin, die auf dem Weg zum großen Debüt vergewaltigt und verletzt wird, so dass sie ihr Karriere beenden muss. Klingt recht ungewöhnlich für eine Metalband. Aber so ungewöhnlich waren Kamelot schon immer und die Tatsache, dass man 10(!) Videoclips zum neuen Album plant, passt sicherlich genauso zum Ruf der ungewöhnlichen Band. Fans werden mit "Ghost Opera" Spaß haben, das ist klar! |
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