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21. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

DESOLATION - Under Pitch-Black Skies
Band DESOLATION
Albumtitel Under Pitch-Black Skies
Label/Vertrieb Eigenproduktion
Homepage www.desmetal.de
Verffentlichung 15.05.2007
Laufzeit 47:44 Minuten
Autor Andre Kreuz
Bewertung 9 von 15 Punkten
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DESOLATION aus Deutschland wollen sich nicht in eine Schublade einordnen lassen, was das schlichte und dennoch stilvolle Coverartwork nur unterstreicht. Nach dem selbstbetitelten 96er Demo und der 2000er Scheibe "Call The Storm" folgte dieses Jahr die nchste Eigenproduktion "Under Pitch-Black Skies".
Der "Tribe Of Light" markiert mit pulsierendem Drumming und gelungen-eingngigem Refrain den Einstieg in eine Platte, die grob durchaus in die Ecke moderner, atmosphrischer Black Metal zu stecken ist. Growls und Gekeife geben sich das Mikro in die Hand, whrend die Mucke im besonders bei den Drums verbesserungswrdigen Sound nicht selten an DIMMU BORGIR und ARCTURUS erinnert. Der deutsch vertextete "Erntebringer" verwurstet geschickt-verschickt Synthie-Samples im Horror-Gewand, wobei die Keys in am NOCTE OBDUCTA erinnernden Track einen Tacken zu penetrant sind. Letztere prsentierten sich im folgenden "Emptiness" gar im Hammond-Sound, reien den etwas stumpf wirkenden Song mit seinem hysterischen, nervenden Gekeife aber auch nicht wirklich rum. Dafr ballert "Spiritual Warfare" mit deftigen Black-Blasts los, um nur wenig spter in einen satten Death Metal-Groove umzuschwenken, der wiederum von Piano-Klngen abgelst wird. Man sieht, Abwechslung wird im Hause DESOLATION gro geschrieben. "Les Fleurs Du Mal" bietet teils Monumentales a la HOLLENTHON und markiert mit seinem tollen Refrain, in dem sich wildes Gegeifer mit klarem Gesang mischt das Highlight des Albums in Form eines melancholischen Ohrwurms. Eben dieser Klargesang geht bei "Deliverance" in den tieferen Lagen schwer nach hinten los, kann aber wenig spter weiter oben angesiedelt und mit Rckendeckung durch den einsetzenden Chor wieder Boden gut machen. "Blindfolded" ist ein kurzer, schmerzloser Black Metal-Speeder (natrlich mit Keys), wonach "The Blood Of Sleep" durch interessante, irgendwie stotternde Gitarrenarbeit und gut platzierte Breaks aufhorchen lsst.
Abwechslungsreich mit schn sgendem Riffing und kraftvollen, deutsch intonierten Growls beendet "Sic Latet Gloria Mundi" eine Platte, die zu jeder Zeit das Potential von DESOLATION erkennen lsst. An den Kritikpunkten Sound und (tiefer) Klargesang muss aber noch gearbeitet werden, genauso wie man sich trotz vielen guten Ideen und klar eigenwilligem Songwriting hier und da von den Vorbilder noch etwas mehr absetzen knnte. Einen eigen Eindruck fern meines Gelabers knnte ihr euch auf der Homepage der Mannen (s.o.) verschaffen, auf der es Hrproben von "Deliverance" und "Blindfolded" sowie den "Erntebringer" in voller Lnge zum Download gibt.
   
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