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12. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

V.A. - The Heart of Roadrunner
Band V.A.
Albumtitel The Heart of Roadrunner
Label/Vertrieb Roadrunner Records
Homepage www.roadrunnerrecords.de
Verffentlichung 2003
Laufzeit 67:29 Minuten
Autor Florian Pfeiffer
Bewertung /
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Hm, soso, Roadrunner bringt also eine Compilation raus, die wohl so eine Art berblick ber das Label geben soll. Eigentlich stehe ich solchen Dingen ja sehr skeptisch gegenber, zumal das ganze meines Wissens nach auch noch zum Vollpreis verkauft werden soll. Beim Blick auf die Playlist fllt zuerst einmal positiv auf, dass Roadrunner sich nicht auf die Bands der letzten Jahre (also die, die auf der Nu Metal Welle fleiig und durchaus oben mitreiten) beschrnkt hat. Es gibt Songs von Obituary, Deicide, Nailbomb oder King Diamond, die zwar alle nicht exklusiv oder hnliches sind, was die Qualitt von Bands wie Obituary aber kaum abschwcht (warum hat es nach denen niemand mehr hinbekommen so einen Sound so geil zu spielen?). Allerdings gibt's auch ein par rare Sachen, B-Seiten etc., z.B. besinnt sich Max Cavalera mal wieder auf seine Hardcore-Roots und covert mit Soulfly "The possibilities of life's destruction" von den Urkrusten Discharge, und zwar richtig rotzig, wie sich das gehrt! Glassjaw vergreifen sich durchaus gelungen an Youth Of Today's "Modern love stroy", obwohl ich jetzt leider keine vergleichende Bewertung abgeben kann, da ich die "regulren" Sachen von Glassjaw nicht kenne. Klingt aber so gesehen ganz cool, Youth Crew Straight Edge eben, mit schn rumpligen Sound, obwohl ich kaum glaube, dass dass dem normalen Sound der Band in irgendeiner Weise entspricht. Machine Head covern sogar allen Ernstes "Negative creep" von Nirvana, was aufgrund von Rob Flynn's ja durchaus charismatischer Stimme sogar ziemlich cool klingt. Chirmaira drehen "Fascination street" von The Cure durch den Nu Metal-Wolf und verleihen dem Song dadurch einige neuen Nuancen, obwohl sie wahrscheinlich dafr jetzt jeder Cure-Fan weltweit am nchsten Baum aufknpfen mchte. Auch von Slipknot, Ill Nino und hnlichem gibt's einige B-Seiten, andere Mixes usw. Unterm Strich finde ich diesen Sampler eigentlich sehr gelungen. Die Mischung aus bewhrt Gutem und Exklusivem stimmt, und es wird deutlich, dass Roadrunner im Laufe der Jahre schon einiges an verdammt gutem Zeug auf den Markt geworfen hat. Auerdem drfte die CD gerade der neueren RR-Zielgruppe nher bringen, dass es Fear Factory schon gab, bevor sie bei Rock am Ring gespielt haben (und meiner Meinung nach zu dieser Zeit viel besser waren) und dass Obituary an Groove noch 90% der vertretenen Nu Metal Bands locker in den Sack stecken. Ein Kritikpunkt von meiner Seite ist trotzdem noch die Unterprsenz lterer Sachen. An Stelle von Nullnummern wie Murder Dolls oder Stone Sour htte man beispielsweise Suffocation auf jeden Fall auf den Sampler nehmen mssen, denn obwohl diese Band nie der Megaseller war, haben sie mehr Bands beeinflusst und gelten in den entsprechenden Kreisen heute noch also absolute Gtter (vllig zurecht!), whrend man Murder Dolls und Stone Sour in 10 Jahren wohl eher als Auswchse der Langeweile einiger Slipknot-Musiker in Erinnerung haben wird. Das soll aber nicht heien, dass alle vertretenen modernen Bands Schrott sind, Spineshank, Slipknot oder Killswitch Engage zeugen auf jeden Fall von der Qualitt vieler RR-Verffentlichungen. Empfehlenswerte Anschaffung fr jene, die sich einen groben berblick ber das Label verschaffen wollen und jene, die einfach eine abwechslungsreiche CD mir vielen sehr guten Songs hren mchten.
   
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