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22. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

MAYHEM - Ordo Ad Chao
Band MAYHEM
Albumtitel Ordo Ad Chao
Label/Vertrieb Seasons Of Mist
Homepage www.thetruemayhem.com
Verffentlichung 27.04.2007
Laufzeit 40:49 Minuten
Autor Andreas W. K.
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Jawoll, eine der wichtigsten und berchtigtsten Black Metal Kapellen ist wieder ins Studio einmarschiert, um uns ihren neuesten Hassbatzen entgegen zu kotzen. Fans der ersten Stunde wird es vermutlich freuen, dass sich mit Attila der wohl originellste BM-Shouter seinen Platz am Mikrostnder zurckgeholt hat. Wer jetzt aber denkt, dass Mayhem an ihren Klassiker "De Mysteriis Dom Sathanas" anknpfen (knnen), liegt hier nur zum Teil richtig. Schon allein durch die unverwechselbaren Vocals von Attila kommen unweigerlich Erinnerungen an besagten Genremeilenstein auf. Dennoch wird "Ordo Ad Chao" die Fangemeinde genauso polarisieren wie die Vorgnger "A Grand Declaration Of War" und "Chimera". Das geht schon bei der uerst gewhnungsbedrftigen Demo-Produktion los, die recht roh, dumpf und verwaschen tnt. Auch die Songs auf "Ordo Ad Chao" kommen sperriger und komplexer her als in lngst vergangen Tagen, wobei man aber nicht so vertrackt wie auf "A Grand Declaration Of War" agiert. Attila Csihar ist ein echter Gewinn fr die Band, da das Charisma seiner Stimme nicht unwesentlich zur verstrenden und dunklen Atmosphre des Albums beitrgt. Mal kreischend, mal beschwrend oder auch nur grummelnd - Attila drckt jedem Track seinen ureigenen Stempel auf. Auch Jan Axel Blomberg kann sich hier wieder als absolut fantastischer Ausnahmedrummer profilieren, bietet ihm das komplexe Material doch eine gengend groe Spielwiese zum austoben. Die Songs sind durch die Bank schwer zu beschreiben, da sie vor Ideenreichtum nur so strotzen. Ein Wahnsinnsbreak jagt das nchste, rasende Blastbeats werden unvermittelt von bleischweren Doomparts abgelst - und trotz aller Vielfalt wirkt das Album wie aus einem Gu. Und ber allem thront der mchtige Attila, der dem akustischen Inferno seine abgrndige Tiefe verleiht. Hat man sich auch einmal an die ungewohnt basslastige Produktion gewhnt, erscheint sie einem als perfekte Ergnzung der dunklen Atmosphre von "Ordo Ad Chao". Mit einer fetten Produktion wie auf "Wolf's Lair Abyss" htte das Album vermutlich eine ganz andere Aura. MAYHEM erzeugen eine hnlich dichte Atmosphre wie auf ihrem Referenzwerk, klingen aber trotzdem komplett anders. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass die Band sich neu erfunden hat und erneut ein wahrhaft mutiges Album eingespielt hat. Zu jedem Zeitpunkt originell und einzigartig, aber doch true und old-school as fuck!
"Ordo Ad Chao" ist ein bleischwerer, pechschwarzer Monolith vertonte Dunkelheit, den so nur wenige Bands hinbekommen. So muss Black Metal sein: roh, dreckig und verdammt unbequem. Aber die ewig Gestrigen, die immer noch der Phase mit ystein Aarseth nachtrauern, werden das Teil eh nicht mal mit der Kohlenzange anfassen. Alle anderen, die auf ausgefallene, originelle und wahrlich true Schwarzwurzelkunst stehen und nicht in der Vergangenheit leben, mssen sich "Ordo Ad Chao" definitiv in ihr heimisches Regal stellen. Black Metal at it's best und wie immer seiner Zeit weit vorraus!
   
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