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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

MARDUK - Rom 5:12
Band MARDUK
Albumtitel Rom 5:12
Label/Vertrieb Regain Records
Homepage www.mardu.nu
Verffentlichung 24.04.2007
Laufzeit 55:35 Minuten
Autor Andre Kreuz
Bewertung 12 von 15 Punkten
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"Durch einen einzigen Mann kam die Snde in die Welt und durch die Snde der Tod, und auf diese Weise gelangte der Tod zu allen Menschen, weil alle sndigten." - Rom 5:12
Mag sein, dass der Tod auf dem Cover der neuen MARDUK illustriert sein soll, unfreiwillig (?) komisch wirkt es trotzdem, und irgendwie eher MARDUK-untypisch auch. Obwohl, durch den morbiden Humor passt es dann doch wieder, zumal es den Inhalt der Platte ganz gut widerspiegelt. Denn so ganz MARDUK, wie wir die Herren bis dato kannten, ist "Rom 5:12" nicht, das vorweg.
Los geht die schwarze Ekstase mit "The Levelling Dust", das einem grtenteils im Midtempo das Hirn zersgt, bevor das "Cold Mouth Prayer" in bester Tradition kurz und knackig im waschechten Vollgas in die Fresse metzelt. Ex-MARDUKer Joakim Gthberg hat hier nebenbei Gast-Vocals beigesteuert. Ungewhnlich melancholisch, ja gar melodisch ist dann "Imago Mortis", wozu die kranken Vocals im gelungenen Kontrast stehen. "Through The Belly Of Damnation" bietet herrlich unmenschliches Geblaste, aber auch langsamere Breaks und im Inferno verteilt mehr oder weniger klar intonierte Schreie. Mit "1651" folgt ein beklemmendes, wahrlich unheimliches Zwischenstck, quasi die Mutter aller Zwischenstcke, die auch sonst gerne mal auf "Rom 5:12" verbraten werden. Der orchestrale, stockdunkle Sound in Verbindung mit den kaputten Vocals geht wahrlich unter die Haut. Nach dem traditionallen "Limbs Of Worship" kommt es mit "Accuser/Opposer" ganz dick: Nach einer lateinischen (Sample)-Ansprache schrubben MARDUK langsam und druckvoll los, whrend sich die Herren im Verlauf des Songs erdreisten - festhalten! - cleane Gesangsparts zu verbraten! Fr Erzkonservative war's das dann wohl mit MARDUK, aber aus dem Alter bin ich raus. Kommt zwar berraschend, passt aber durchaus auf die Scheibe. "Vanity Of Vanities" rast danach im klassischen Uptempo ungestm los, wechselt dann aber in eher an Thrash erinnernden Groove. Mittelschnell hollert es bei "Womb Of Perishableness" aus dem Norden her, das aber mit wunderbar gemeinen Schdelspalter-Riffs. Neben den basslastigen Breaks fllt besonders das gegen Ende eingebaute Solo (!) auf, MARDUK sind doch immer wieder fr eine berraschung gut. Der Rausschmeier "Voices Of Avignon" gestaltet sich dann im positiven Sinne konservativ und knallt uns nocheinmal schn kaltes Black Metal-Geklirre vor den Latz. Beendet wird "Rom 5:12" mit Samples, die aus einem alten Bibelschinken stammen knnten.
MARDUK haben mit der neuesten Platte ihr mit Abstand abwechslungsreichstes und wohl auch mutigstes Werk verbochen, das nach anfnglicher Verwunderung von vorne bis hinten knallt ohne Ende und vor allem nie langweilig wird. Dazu trgt auch der mittlerweile nicht mehr ganz so neue Snger Mortuus seinen Senf bei, dessen gepresste, kranke Vocals perfekt zu den fiesen MARDUKschen Ergssen passen. Wie sich die Schweden in Zukunft zeigen drfte mit Blick auf das aktuelle Album interessant werden, ich jedenfalls bin von "Rom 5:12" begeistert und auf Kommendes gespannt.
   
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