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27. November 2014 - Uhr
 
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MARTYR - Feeding The Abscess
Band MARTYR
Albumtitel Feeding The Abscess
Label/Vertrieb Galy Records
Website www.martyr-canada.com
Verffentlichung 31.10.2006
Laufzeit 48:21 Minuten
Autor Daniel Ableev
Bewertung 14 von 15 Punkten
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Wer sie noch nicht kennt, dem seien sie sofortst ans (technische Death Metal-)Herz gelegt! Die kanadischen Wunderprogger um Gitarren- und Riffgenie Daniel Mongrain haben mit "Hopeless Hopes" und "Warp Zone" bereits zwei Komplexbrocken ausgetftelt, die vor genialen Melodien, Breaks und Soli bersten, und nun kommt auf den am Geduldsfaden hngenden/wartenden Connaisseur ihr drittes Album "Feeding The Abscess" zu. Man kann sich vortrefflich ber besser oder schlechter streiten, eins hat diese Platte mit ihren (nach wie vor als Geheimtipps zu handelnden) Vorgngern gemeinsam - es ist ein aus dem Staunen nicht mehr herauskommen lassendes Meisterwerk! Mag sein, dass das Debt der Qubecer einen Tick abwechslungsreicher und vielfltiger ausgefallen ist, dafr gibt es auf dem neuen Album mehr exquisite Jazzlufe zu hren, und manchmal sind auch genrefremde Violinen zu vernehmen, die sich prima ins hochenergetische Gesamtkonzept einfiedeln. Wie dem auch sei: Die gitarristischen Aspekte des vorliegenden Werkes sind nach wie vor ber jeden denkbaren Zweifel erhaben. Hier herrscht raffinierte Virtuositt, sowohl die 500 Riffs als auch Soloeinlagen sind pfeilschnell, originell und faszinierend, auch wegen der stets spannend aufgebauten bergnge zwischen den einzelnen Elementen. Trotz des durchweg hervorragenden Materials gibt es einige besondere Hhepunkte zu vermelden, die im Folgenden angesprochen werden sollen:
"Perpetual Healing (Infinite Pain)": Ein sehr technischer Riffer mit einigen Trademarks der Band wie dem verquer-dsteren und (dis-)harmonischen Riffing, das ein dramatisch-groteskes Gefhl vermittelt. Nach einer Zsur in der Liedmitte leitet eine fulminante Fusion-Einlage zum zweiten Liedteil ber. Dies ist eine dichte Komposition, die fordernd und hchst geniebar zugleich ist.
"Lost In Sanity": Ein rigoros dargebotenes, przise abgefeuertes Riffgehacke mit Tief-, Eigen- und (last but not least) Wahnsinn im Blut.
"Feast Of Vermin": Erffnet eindrucksvoll mit einem atmosphrischen Instrumentalpart, der dann einer Reihe von brillanten, immer wieder durch markante Rhythmik bestechenden Riffs Platz macht.
"Interlude - Desolate Ruins": Ein nicht weniger als geniales Instrumental-Trauma, dessen kryptisch-schwle Jazzrock-Attitde den Soundtrack eines David Lynch-Films, etwa "Lost Highway", ganz bestimmt kongenial veredelt htte.
"Nameless, Faceless, Neverborn": Eine ungeheuerlich daherriffende Prog-Attacke, die sich entwickelt und entwickelt und (wie jeder andere Song von MARTYR) nie langweilig wird. Ein fein ausgearbeiteter Lick fhrt zum nchsten, die kompositorische Verdichtetheit kennt auch hier wieder kaum eine Grenze.
"Brain Scan": Mit diesem VOIVOD-Cover lassen MARTYR ihre grandiosen Landsleute zu Wort kommen, welche dem Prog Metal so manch fortschrittliche Idee geschenkt haben.
Schlussbetrachtung: MARTYR sprechen 2006/2007 nach wie vor ein echtes Machtwort im Death Metal. Ihnen knnen nur ganz wenige das Wasser reichen, denn hier gibt es eine musikalische Seele zu bewundern, die in ein beachtliches Techno-Kostm eingebettet worden ist. Eine anspruchsvolle Kombination, die die Welt braucht!
   
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