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Auch wenn man den Bewohnern unseres östlichsten Nachbarlandes gewisse besitzergreifende Eigenschaften nachsagt, bilden PRIVATEER mit ihrem eigenen melodischen Power Metal eine große Ausnahme. Wer den Begriff "Power Metal" hört, neigt dazu, schnell zum Schubladendenken umzuschweifen, da die meisten Bands dieses Metiers auch genau in dieser Etage des Kleiderschrankes zu finden sind. In der Flut überall aus dem Boden sprießender Bands ist es wirklich schwer, trockenen Boden unter den Füßen zu behalten und genau aus diesem Grund versucht jeder, sich aus der breiten Masse hervorzuheben. PRIVATEER ist das jedenfalls sehr gut gelungen, denn Sie halten sich zwar peinlich genau an den Rahmenvertrag, der jeder Power Metal Formation in die Wiege gelegt wird, bedienen sich aber innerhalb dessen vieler anderer Stilmittel, die diese Band zu etwas besonderem machen. Leider ist es aber genau aus dem Grund sehr schwer, die Musik genau zu charakterisieren. PRIVATEER vereint in ihren Songs alle wichtigen Facetten von Melodie, Härte, Geschwindigkeit und klingen trotzdem irgendwie anders. Aber warum? Vielleicht weil sie sich durch ihre zahlreichen Vorgänger nicht auf ein bestimmtes Beispiel festlegen möchten und auch nicht davor zurückschrecken, andere Wege einzuschlagen? Jedenfalls gehören PRIVATEER nicht zu der Art von Bands, die ständig auf der Stelle herumtrampeln, sondern stets nach vorne schauen und neue Möglichkeiten auszuprobieren. Wie wichtig genau das im heutigen Einheitsbrei ist, wird sich mit Sicherheit noch herausstellen. |
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