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21. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

KEN - Have a nice day
Band KEN
Albumtitel Have a nice day
Label/Vertrieb Warner Bros.
Homepage www.ken-band.de
Verffentlichung 2002
Laufzeit N/A
Autor Aline Rser
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Also, zunchst einmal wirkt die Band Ken wegen dem kleinen Visions empfiehlt Aufkleber auf ihrer Hlle interessant auf mich. Dann erfuhr ich, dass Ken von Visions auf einem Frderkontest prsentiert wird, und bei diesem kann man sich sicher sein, dass nicht der letzte Schund geboten wird. Sicher ist auf jeden Fall, dass die Troisdorfer alle schon einschlgige musikalische Erfahrungen besitzen. Die Instrumentalisten um Aydo Abay setzen sich entweder aus Blackmail Mitgliedern (Gitarrist Kurt Ebelhusler, Bassist und Produzent des ersten Blackmail Albums Guido Lucas) oder Scumbucket Mitgliedern (Sideproject Ebelhuslers) zusammen. Ken gehren zu den Bands, die dieselben Ambitionen der gttlichen Strokes haben, die Sechziger und Siebziger Jahre musikalisch wieder zu beleben. Zwar sind diese beiden Bands vom Spielstil her sehr verschieden, da bei beiden unterschiedliche Einflsse mageblich sind, aber der gewisse Retro Sound ist sowohl bei Ken als auch bei den Strokes unverkennbar. Neben Gitarrenriffs, die sehr an The Doors erinnern besonders deutlich bei Songs wie Swell und 1/2 bb werden allerdings auch modernere Einflsse sichtbar, wie zum Beispiel bei Voltage Point, was gut und gerne die Rock n Roll Version eines Nirvana Songs sein knnte. Zudem entpuppt sich die Combo zum einen als Fan von Placebo (How To Delay The Spread Of Fire, Artificial Movement) und zum anderen von Blur (Husk). Bei gleichem Song legen die Musiker einen Zahn zu und entwickeln sogar eine trashige Variante ihres Selbst. Diese kommt auch bei Eye (eye) zum Vorschein, ein dster gehaltener Song, der sich einiger elektronischer Hilfsmittelchen bedient. Have A Nice Day scheint in zwei Teile unterteilt zu sein. Zuerst kommen Ken mit unbeschwert lockerem Sound daher, der den Tag zu dem macht, den sie dem Hrer auf dem Cover wnschen, aber ungefhr ab der Hlfte scheinen sie ihre gute Laune verloren und sich der Schattenseite des Lebens zugewandt zu haben. Die letzten Songs sprechen die Sprache der Verwirrtheit und des Pessimismus. Auch diese haben etwas Besonderes, allerdings htte man sie besser verteilen knnen. Aber davon einmal abgesehen kann man sich ber mangelnde Abwechslung nicht beklagen. Die Musiker wissen ziemlich genau, was sie wollen, und wie sie es umsetzen knnen. Es macht jedenfalls Freude, sich die CD anzuhren und immer wieder etwas Neues zu entdecken!
   
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