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"Dead Again" der neueste Streich von Type 'o Negative ist eigentlich ein für die Band typisches Album. Seit dem letzten CD-Release sind inzwischen auch schon wieder 4 Jahre ins Land gegangen. Das Cover - wie immer in schwarz-grün - ziert Grigori Rasputin, einen russischer Wanderprediger, der im 19. Jarhrhundet mit Wunderheilungen und Skandalen für Aufsehen sorgte und später als Sündenbock schließlich ermordet wurde. Mag sein, dass Peter für manche ein unangenehmer Zeitgenosse ist, aber sicher wird ihn auch nach dieser Scheibe keiner aus dem Weg räumen wollen. Der Opener "Dead Again" zeichnet sich in gewohnter Manier durch schleppende Midtempo Riffs und vor allem den tiefen Gesang von Misanthrop Peter aus. Während mich bei "Tripping A Blind Man" der stellenweise Sprechgesang nervt frage ich mich was das ganze mit dem rollenden "R" bei "The Profits Of Doom" soll, so was sollte er lieber Fernando von Moonspell überlassen, bei dem kommt das wesentlich besser. Dafür beschwichtigen mich dann aber wieder Songs wie "September Sun", wo härtere Parts mit langsameren abgewechselt werden, was mich teilweise an "Summer Breeze" erinnert, wobei hier der Gesang auch mal härter und rockiger wird. Geile Nummer, mein Fave auf dieser Scheibe! Bei "Halloween In Heaven" greifen die Herren aus Brooklyn sogar auf weibliche Unterstützung am Gesang von Tara VanFlower (Lycia) zurück, deren Gesang übrigens super mit dem von Peter harmoniert. Insgesamt gibt es hier stattliche 77 Minuten Type O Negative in ordentlicher Qualität und gewohnter Atmosphäre. Die Gesangsparts sind sehr abwechslungsreich von tiefem, klaren Gesang, der mir stellenweise fast etwas zu weinerlich ist (ich muss mich zwingen nicht an Ozzy zu denken...), über Sprechgesang und leichten Hardcoreanklängen bis zu rockig-rotzigen Stellen, dafür vermisse ich aber die prickelnd-erotische Stimme, von einst. Außerdem gibt's einige Effekte, bei "Hail and Farewell to Britain" z.B. Fluglärm und Gefechte. Fans werden beim Kauf sicher nichts falsch machen und dürfen sich über diese düstere Kost freuen. Wer sich trotzdem nicht sicher ist kann derzeit beim Label SPV den kompletten (14-minütigen) Song "These Three Things" anhören (sogar ohne doofes Gelaber, wie hier auf der Promo!). Ansonsten würde ich als Anspieltipps in jedem Fall "September Sun" und "Dead Again" empfehlen, damit hat man erst mal einen groben Querschnitt was einen auf der Scheibe erwartet. Die Messlatte hängt eben seit "Bloody Kisses" recht hoch und alles gefällt mir auf "Dead Again" nicht, aber im Resümee haben Type o Negative eine stattliche Scheibe abgeliefert, die sich wirklich hören lassen kann. |
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