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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

NAGLFAR - Harvest
Band NAGLFAR
Albumtitel Harvest
Label/Vertrieb Century Media Records
Homepage www.naglfar.net
Verffentlichung 23.02.2007
Laufzeit 45:29 Minuten
Autor Andre Kreuz
Bewertung 14 von 15 Punkten
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Da biste platt! NAGLFAR haben noch nie ein schlechtes oder zumindest durchschnittliches Album eingetrmmert, aber was die alten Schweden mit "Harvest" verbrochen haben, toppt alles bisher dagewesene (ja, auch "Vittra")!
Los geht der satt produzierte Abreier mit "Into The Black", das einen mit packendem Riffing, einem griffigen Refrain und den wie immer Gift und Galle kotzenden Vocals von Front-Glatze Kristoffer in die Tiefe zieht. Der Mann ist einfach unbezahlbar und einer der besten, wenn nicht der beste Black Metal-Shouter wo gibt. Einen Highspeed-Klopper mit wahnwitzigen Lead-Versatzstcken und bse rollendem Mittelteil gibt es mit "Breathe Through Me" um die Ohren, wonach "The Mirrors Of My Soul" Highlight Nr. 1 markiert. Ein pumpender Black Metal-Reier mit messerscharfen Riffs, die sich tief in die blutende Seele frsen, hinterlsst hier zusammen mit dem eingngigen Refrain nichts als verbrannte Erde. "Odium Generis Humani" protzt mit gemeinen Wechseln zwischen Mid- und hasserflltem Uptempo, whrend gegen Ende dezente Keys die Lufe der Gitarren erst begleiten und dann bernehmen, um den Track zu seinem unheilvollen Ende zu geleiten. Den nchsten Oberhit gibt es mit "The Darkest Road", auch hier glnzt wieder der tdlich giftige Refrain. Der "Way Of The Rope" fllt teils melodisch, teils heavy aus, bleibt in der Basis aber immer bser Black Metal der Oberklasse. "Plutonium Reveries" zieht eher spurlos an mir vorbei, wobei "Feeding Moloch" problemlos auf dem (bisherigen) Referenzwerk "Vittra" htte stehen knnen. Alleine der Auftakt mit den melancholischen Piano-Klngen ist Gold wert. Dann kommt es mit dem abschlieenden Titeltrack "Harvest" ganz dick. Mit seiner bodenlos schwarzen Atmosphre, seinen melodischen Gitarren und der ber allem thronenden Macht Kristoffers haben NAGLFAR hier einen ihrer besten Songs berhaupt zementiert. Ja, auch im Black Metal gibt es Ohrwrmer, und "Harvest" ist ganz bestimmt einer davon. Hrt nur wie Mr Olivius "Harvest the stooooooorm!!!" rhrt, um danach von akustischen Gitarren zu Grabe getragen zu werden, Wahnsinn!
Man drfte es mitbekommen haben, aber zur Klarheit noch mal zum nachlesen: Ich bin begeistert! NAGLFAR haben sich mit "Harvest" selbst bertroffen und die Messleiste fr melodischen und dennoch pechschwarzen Black Metal noch einmal nach oben gesteckt. Ich hasse es normalerweise, mir was von "Pflichtkufen" anhren zu mssen, aber wenn es einen gibt, dann den hier.
   
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