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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

THE SYRE - Exist!
Band THE SYRE
Albumtitel Exist!
Label/Vertrieb Osmose Productions
Homepage www.thesyre.com
Verffentlichung 08.12.2006
Laufzeit 32:44 Minuten
Autor Stefan Baumberger
Bewertung 5 von 15 Punkten
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Wissbegierig und bereit, sich ber eine Band ausreichend zu informieren, deren neue Verffentlichung man genau unter die Lupe nehmen soll, versucht man mglicht viele Informationen mit den zur Verfgung gestellten Mitteln zu ergattern. Leider ist bei dieser Band jede Mhe umsonst. Man bekommt eine CD im Pappschuber in die Hnde gedruckt, auf der gerade einmal der Bandnamen und die Titel des einzigen Songs,welche darauf zu finden sind, als Informationen. Die Internetseiten der Plattenfirma und der Band lassen einen nur wissen, dass es sich bei THE SYRE um eine kanadische Band handelt und listen eine relativ lange Discographie fr eine Gruppe auf, deren Namen man wahrscheinlich zum ersten Mal hrt. Das Album "Exist"! ist bereits die fnfte Verffentlichung seit dem Jahre 2003 und wurde von einem Label namens Ascent Records verffentlicht, ber dessen Link man weitere Cds, Platten und Merchandise bestellen kann. Weitere Werke kann man von der Bandeigenen Homepage kostenlos als MP3 herunterladen. Auf der Startseite wird man hflich darauf hingewiesen, dass die Band von ihren Fans genug Grips erwartet, um sich ein eigenes Bild von ihr selbst und ihrer Musik zu machen und nicht die Lgen der ffentlichkeit zu glauben. Schn und gut, nur wie soll man an Informationen herankommen, die von der Band selber versteckt gehalten werden? Vielleicht handelt es sich auch nur um versteckte Werbemanahmen, die den Bandnamen nicht so schnell vergessen lassen. Von dem Standpunkt her gesehen ist es das kein schlechter Schachzug. Nun aber zur Musik: Wie bereits erwhnt, gibt es auf dieser CD nur ein Lied. Und damit ist wirklich nur ein einziges Lied gemeint. Zwar wird der Song gelegentlich durch schwer definierbare Gerusche unterbrochen, findet aber im Endeffekt immer wieder zu dem selben Thema zurck. Die Musikrichtung, die THE SYRE einschlagen, ist auch nicht gerade einfach zu erklren. Schleppende Gitarrenriffs, die an Einfachheit nicht leicht zu unterbieten sind, paaren sich mit passenden disharmonischen Melodielinien und werden von einem noch schleppenderem Bass, der im Vergleich zu anderen Bands sehr laut und prgnant rberkommt, begleitet. hnlich wie die Gitarristen wird auch der Schlagzeuger nicht sonderlich beansprucht, sondern ist viel mehr dazu da, um dem ganzen einen gewissen eingngigen Rhythmus zu verleihen. Die Gerusche, die der Snger zu dieser Musik von sich gibt, hneln einem ausgewachsenen Brllaffen, der durch Grunzgerusche und undeutlich ausgesprochene Laute auf sich aufmerksam machen mchte. Wer sich an den Inhalten der Texte interessiert, wird auf der Homepage fndig. Die Tatsache, dass das Album aus nur einem Lied besteht, bringt unweigerlich weitere negative Aspekte mit sich: mangelnde Abwechslung, im Bezug zur Lnge des Songs relativ wenig verschiedene Teile und daraus resultierend natrlich wenig interessante Passagen, die ein zweites Hren eher zu einer Tortur machen. Die Produktion hingegen ist sehr ausgereift und lsst trotz des Einheitsbreis die einzelnen Instrumente sehr differenziert hervorstechen. Fazit: Man kann sich THE SYRE ruhig mal anhren, sollte sich aber wohl nicht zu viele Gedanken um den Sinn und Zweck dieser Band machen.
   
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